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Auch die beste Medizin ist wertlos, wenn sie nur die Symptome und nicht die Ursachen der Krankheit beseitigt. Die unlängst im Koalitionsvertrag vereinbarte Mietpreisbremse setzt nun leider an den Symptomen an. Gleichzeitig wird das deutsche Erfolgsmodell bestehend aus Vertragsfreiheit und effektivem Mieterschutz über Bord geworfen.

Will man den Anstieg der Mieten und Preise wirksam angehen, muss man an den Ursachen ansetzen. Und die Hauptursache ist die in einigen Städten seit Jahren beständig hohe Nachfrage nach Wohnungen, die bislang nicht bedient werden konnte. Die Politik sollte also versuchen, den Neubau zu unterstützen, insbesondere in den Städten in denen bezahlbarer Wohnraum knapp geworden ist. Ausgehend von einem historisch niedrigen Ausgangsniveau von rund 160.000 Wohneinheiten pro Jahr liegt die Bautätigkeit heute mittlerweile wieder stabil bei über 200.000 Wohneinheiten pro Jahr.

Insgesamt sind in den vergangenen fünf Jahren in 31 kreisfreien Städten die Mieten für Neuvertragsmieten bei Mehrfamilienhäusern nominal um mehr als 10 Prozent gestiegen (zum Vergleich: Die Verbraucherpreise stiegen um 7,3 Prozent). Die Bautätigkeit lag in diesen Städten in den Jahren 2011/2012 um 33 Prozent höher als in den beiden vorherigen Jahren. In allen anderen Kreisen wurden dagegen im gleichen Zeitraum nur 19 Prozent mehr Wohnungen gebaut. Damit scheint das Angebot neuer Wohnungen an den richtigen Standorten nachzuziehen. Die Tabelle zeigt die sieben Städte mit den höchsten Mietanstiegen in den vergangenen fünf Jahren. Sie zeigt, dass sich in allen Wohnungsmärkten die Preise deutlich dynamischer als die Mieten entwickeln. Die Fertigstellungen unterliegen sehr starken Schwankungen, sind aber in einigen Städten zuletzt spürbar angezogen.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Wohnungsmärkte in den Großstädten mit Engpässen bei der Wohnungsversorgung auf dem Weg sind, sich durch eine Ausweitung des Wohnungsangebots wieder zu entspannen. Die Mieten und Preise werden in den nächsten Jahren damit nicht mehr so stark steigen wie zuletzt beobachtet. Die angespannte Situation in den Ballungszentren wird vermutlich weiterhin bestehen, da dort trotz steigender Bautätigkeit noch viel Nachholbedarf besteht.

Der Crash bleibt aus
IW-Kurzbericht, 15. September 2017

Michael Voigtländer / Jan Hebecker Immobilien-Index: Der Crash bleibt ausArrow

Die Unternehmen sind sich sehr sicher: Ein Crash in den nächsten zwei Jahren ist nicht zu erwarten, weder im Wohnungsmarkt noch im Gewerbeimmobilienmarkt. Und auch ansonsten schätzen die Unternehmen die Lage und auch die Aussichten als sehr gut ein. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich die ohnehin sehr gute Stimmung sogar noch weiter verbessert. mehr

Perspektiven für private Kleinvermieter
Presseveranstaltung, 13. September 2017

Pressegespräch mit Livestream Perspektiven für private KleinvermieterArrow

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Private Vermieter: Aus allen Schichten
Pressemitteilung, 13. September 2017

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Anders als häufig gedacht, sind Vermieter von Wohnungen und Häusern nicht immer auch reich, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Tatsächlich werden die meisten Mietwohnungen in Deutschland von privaten Kleinvermietern angeboten. mehr