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In der Literatur existieren viele unterschiedliche Definitionen des Begriffs „Immobilienwirtschaft“. Eine einheitliche, allgemein anerkannte Definition der Immobilienwirtschaft konnte sich bisher jedoch noch nicht heraus kristallisieren. Das Statistische Bundesamt versteht unter der Immobilienwirtschaft in seiner Wirtschaftsklassifikation alle Unternehmen, die an der Bewirtschaftung, Vermittlung und Verwaltung von Immobilien unmittelbar beteiligt sind. Hinzu kommen außerdem alle Selbstnutzer sowie private Kleinvermieter. Beschäftigte in der Immobilienwirtschaft werden in drei Gruppen unterteilt: Immobilienhandel, Vermietung und Verpachtung sowie Vermittlung und Verwaltung. Fasst man die Definition jedoch weiter und schließt auch diejenigen Beschäftigten mit ein, die an der Wertschöpfung, beginnend bei der Planung und dem Bau, über die Nutzung bis hin zur Umnutzung oder dem Abriss einer Immobilie beteiligt sind, so wäre die Anzahl der Beschäftigten deutlich höher.

Im Jahr 2012 waren in den Bereichen Immobilienhandel, Vermietung, Verpachtung, Vermittlung und Verwaltung insgesamt rund 227.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit rund 122.000 Angestellten (54 Prozent) stellt das Segment der Vermittlung und Verwaltung von Immobilien für Dritte den größten Anteil, knapp gefolgt von der Vermietung mit rund 96.000 (42 Prozent). Knapp 8.000 Erwerbstätige sind dem Segment Kauf und Verkauf von eigenen Gebäuden, Grundstücken und Wohnungen zuzurechnen.

Betrachtet man die Entwicklung der Erwerbstätigen im Wohnungs- und Grundstückswesen im Zeitverlauf seit 2001 (siehe Grafik), so lassen sich drei Phasen identifizieren. In Phase I (2001-2005) fiel die Anzahl der Beschäftigten von 250.000 auf 230.000. In Phase II, den starken Jahren 2006 und 2007, erlebte die Immobilienwirtschaft einen wahren Beschäftigungsboom. Der hohe Beschäftigungszuwachs wurde dabei fast ausschließlich durch die Vermittlung und Verwaltung von Immobilien für Dritte erreicht und führte in der Spitze zu fast 300.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Grundstücks- und Wohnungswesen. Nach zwei starken Jahren fiel die Anzahl im Jahr 2008 jedoch noch stärker als sie während den Boom-Jahren gewachsen war. Von diesem Zeitpunkt an konnten die Beschäftigungszahlen in Phase III jedoch stetig zulegen und erreichen im Jahr 2012 einen Wert von 227.000.

Abschluss einer klassischen anerkannten Berufsausbildung ist der am häufigsten vertretene Ausbildungsweg, der in der Immobilienwirtschaft tätigen Personen. Fast 60 Prozent haben einen Abschluss abgelegt, beispielsweise als Immobilienkaufmann/-kauffrau (früher genannt Kaufmann/Kauffrau in der Grunds- und Wohnungswirtschaft). Einen akademischen Berufsabschluss an einer Hochschule können fast 14 Prozent vorweisen, während weniger als acht Prozent ungelernt, aber trotzdem eine Anstellung in der Immobilienwirtschaft fanden. Die Berufsausbildung der übrigen Personen wird von der BA nicht angegeben.

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Veranstaltung, 22. Juni 2017

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Angesichts niedriger Zinsen und eines vermehrten privaten Vorsorgebedarfs hat das Wohneigentum an Attraktivität gewonnen. Gleichzeitig gibt es aber Sorgen über eine Überhitzung des Wohnungsmarktes. mehr

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