Die Wohnungswirtschaft ist weiterhin positiv gestimmt, während sich die Geschäftslage im Büroimmobiliensektor sowie bei den Projektentwicklern verschlechtert. Da nur wenige Unternehmen das Risiko einer Trendumkehr sehen, dürfte der erreichte Scheitelpunkt des historisch lang anhaltenden Immobilienbooms aber sehr flach verlaufen. Trotz sinkender Wachstumserwartungen setzt sich die positive Dynamik der deutschen Konjunktur weiter fort, vor allem getrieben durch die starke Binnennachfrage und die weiterhin niedrigen Zinsen (IW, 2018). Von der starken Nachfrage profitiert speziell auch weiter die Immobilienbranche. Die Auftragsbücher sind voll, der Bau ist ausgelastet. Weiterhin sorgt die hohe Nachfrage nach Wohnungen und Büroflächen für gute Investitionsmöglichkeiten.

Die Konjunkturbefragung des IW-ImmobilienScout24-Index im 3. Quartal 2018 bestätigt erneut die gute Stimmung der Branche. Die antwortenden Geschäftsführer und leitenden Angestellten von 101 Immobilienunternehmen schätzen ihre Lage mit einem Wert von 85,7 erneut sehr gut ein. Das ist nur ein leichtes Minus von 3,7 Punkten im Vergleich zum Vorquartal (siehe Abbildung). Auffällig ist, dass der Büroimmobiliensektor ein deutliches Minus von 12,5 Punkten verzeichnet, bei den Projektentwicklern sind es immerhin noch -9,2 Punkte. Die Aussichten für die nächsten 12 Monate haben sich dafür mit einem Plus von 3,0 Punkten (Wert 5,1) verbessert, sind jedoch anders als in den Vorjahren nicht überdurchschnittlich gut. Das aus der Lage und den Erwartungen gebildete Immobilienklima ist mit 42,1 (+0,2 im Vergleich zum Vorquartal) weiterhin gut.