Daher stellt sich angesichts der stark gestiegenen Studierneigung der jungen Generation die Frage, wie die Fachkräfteversorgung künftig gewährleistet werden kann, um Wachstum und Wohlstand zu sichern. Die Fachkräftesicherung wird – neben dem insgesamt verfügbaren Angebot an potenziellen Arbeitskräften, das von der demografischen Entwicklung, der Erwerbsneigung im Inland und der Zuwanderung abhängt – durch den Ausgleich von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt bestimmt. Es geht also auf der einen Seite darum, welche Fachkräfte Betriebe benötigen, welche Arbeitsplätze sie anbieten und wie sie diese besetzen können. Auf der anderen Seite werden individuelle Bildungswahlentscheidungen getroffen, die von verschiedenen Faktoren wie dem persönlichen Umfeld, dem Prestige von Berufen sowie von Einkommens- und Karriereerwartungen beeinflusst werden.