Entrepreneurship und Innovation Image

Innovationen sind der wesentliche Treiber von Wachstum dar und der Entrepreneur ist der herausragende Akteur bei der Kommerzialisierung von Wissen in der modernen Ökonomie. Der Optimierung des unternehmerischen Potenzials der Gesellschaft sollte vonseiten der Politik höchste Aufmerksamkeit entgegengebracht werden. Viele wichtige Stoßrichtungen sind dabei in der Vergangenheit bereits bearbeitet worden. Deutschland ist sehr gut aufgestellt im Hinblick auf die Verfügbarkeit von Informationen und Netzwerken, die bei der Planung und Organisation der Gründung unterstützen. Zudem existiert eine Reihe alternativer Finanzierungsmöglichkeiten, die transparent dargestellt sind. Die durch die Bundesregierung angekündigte Verbesserung der Rahmenbedingungen der privaten Venture-Capital-Landschaft sollte konsequent umgesetzt werden. Angesichts des demograischen Wandels ist das Augenmerk künftig auch besonders auf Gründungen durch Ältere zu richten. Entsprechende Programme sollten hierbei speziell auf das Abfedern des (inanziellen) Risikos abzielen. Beim Motivieren von Zielgruppen zur Selbstständigkeit ist auch die Persönlichkeit der jeweiligen Gruppenmitglieder zu berücksichtigen.

Die zentrale strategische Maßnahme zur Steigerung des unternehmerischen Potenzials in Deutschland liegt in der Implementierung einer Entrepreneurship Education. Dies sollte die bildungspolitische Kernaufgabe der Entscheidungsträger darstellen. Zu einem Ausbau der unternehmerischen Kultur in Deutschland gehört auch das Schafen einer neuen Einstellung gegenüber dem Scheitern von Unternehmungen. Dies muss zum einen vonseiten des Gründers selbst erfolgen, der nach einem Scheitern nicht perspektivlos verbleiben darf. Ihre Einstellung verändern müssen zum anderen aber auch die Investoren – gerade vor dem Hintergrund empirischer Studien, die zeigen, dass ein Scheitern keinen Einluss auf die Erfolgswahrscheinlichkeit nachfolgender Unternehmungen hat – sowie letztlich die Gesellschaft insgesamt.

IW-Analyse

Monika Piegeler: Entrepreneurship und Innovation – Stand der Forschung und politische Handlungsempfehlungen

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Nur der Süden auf Weltspitzenniveau
Gastbeitrag, 2. August 2017

Sarah Berger in der Fuldaer Zeitung Nur der Süden auf WeltspitzenniveauArrow

Innovationen tragen maßgeblich zur Stärkung des Wirtschaftswachstums und der Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bei. Deutschland weist insgesamt eine hohe Innovationskraft auf und glänzt im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe der Innovation Leaders. Deutschlands Erfolg im europäischen Vergleich sollte jedoch nicht über die regionale Divergenz und die künftigen Herausforderungen hinwegtäuschen. mehr

25. Juli 2017

Interview mit Oliver Koppel „NRW verschläft den Strukturwandel seit Jahrzehnten“Arrow

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat die Innovationskraft der deutschen Regionen analysiert. Demnach forscht der Süden auf Weltniveau, doch der Rest hinkt deutlich hinterher. Vor allem NRW nutzt sein Potenzial nicht. Wie die Politik gegensteuern kann, erklärt Oliver Koppel, IW-Wissenschaftler im Kompetenzfeld Zuwanderung und Innovation, im iwd-Interview. mehr auf iwd.de

IW-Analyse, 24. Juli 2017

Sarah Berger / Hanno Kempermann / Oliver Koppel / Anja Katrin Orth / Enno Röben Innovationsatlas 2017Arrow

Wo liegen die deutschen Regionen mit der höchsten Innovationskraft? Anhand von eigens entwickelten Indikatoren hat das IW Köln ermittelt, wo die Rahmenbedingungen für Innovationen besonders gut sind – und wo noch Nachholbedarf besteht. mehr