Traditionelle Führungsmodelle und -stile werden stärker hinterfragt und scheinen nicht mehr in die volatilen und von Unsicherheit geprägten digitalen Zeiten zu passen. Die Transformation betrifft auch die Führungskräfte, die flexibler, situationsgerechter und nicht zuletzt aufgrund der Fachkräfteengpässe (noch) mitarbeiterorientierter führen müssen. Die vorliegende Analyse rückt daher die Persönlichkeitseigenschaften – vor allem den Locus of Control von Mitarbeitern, das heißt deren persönliche Überzeugung, selbst Dinge beeinflussen zu können (Kontrollüberzeugung) – in den Mittelpunkt. Damit soll sowohl theoretisch als auch empirisch geklärt werden, welche Form der Führung für welchen Typ Mitarbeiter in welcher Situation am besten geeignet ist. Das zentrale Ergebnis ist, dass internal kontrollüberzeugte Mitarbeiter einen höheren und stärkeren Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen leisten und dafür bessere Voraussetzungen mitbringen als external kontrollüberzeugte Mitarbeiter. Führungskräfte können mit einer wertschätzenden, mitarbeiterorientierten Führung, wie sie hier skizziert wird, Arbeitszufriedenheit und wirtschaftlichen Erfolg steigern.