Internationaler Gerechtigkeitsindex Image

Viele Deutsche haben das Gefühl, dass die soziale Gerechtigkeit in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Vor allem vor der Bundestagswahl kocht das Thema immer wieder in den Medien hoch. Bei diesen Diskussionen wird jedoch nicht deutlich, was genau eigentlich unter Gerechtigkeit verstanden wird. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat daher einen Gerechtigkeitsindex entwickelt, um die Veränderung dieser Größe beobachten und vergleichen zu können. Der Index erfasst das Phänomen anhand von sechs verschiedenen Dimensionen: Bedarfs-, Leistungs-, Chancen-, Einkommens-, Regel- und Generationengerechtigkeit. Er zeigt, wie sich die soziale Gerechtigkeit zwischen 2001 und 2010 entwickelt hat. Der Index basiert auf mehr als 30 Einzelindikatoren aus 28 OECD-Staaten. Im internationalen Vergleich belegte Deutschland im Jahr 2012 insgesamt Rang 7. Dabei zeigt sich, dass vor allem bei der Chancen- und der Generationengerechtigkeit Nachholbedarf besteht. Ein Abgleich der Ergebnisse mit einer aktuellen Bevölkerungsumfrage zur Gerechtigkeit in der Bundesrepublik zeigt, wie stark das subjektive Empfinden von der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Realität abweicht.

Ansprechpartner

Veranstaltung
Veranstaltung, 2. November 2017

XXVII. Wirtschaftsethisches Forum Populismus und Ökonomik in Zeiten neuer MarktkritikArrow

Eine Erklärung für den Zuwachs populistischer Parteien wird in zunehmender sozialer Ungleichheit und Abstiegsängsten der Mittelschicht gesehen. Der Erfolg des Populismus führt dazu, dass moralische Dimensionen des Wirtschaftens wieder stärker beachtet werden. mehr

Korruption als Fluchtursache
IW-Kurzbericht, 3. August 2017

Christina Heldman Korruption als FluchtursacheArrow

Kontinuierlich sucht die Politik nach Lösungen in der Flüchtlingskrise. Dabei wird es langfristig nicht ausreichen, sich ausschließlich auf die Versorgung und Integration der ankommenden Flüchtlinge zu konzentrieren. Vielmehr müssen alle Parteien die Ursachen verstehen und bekämpfen. Eine davon ist Korruption. mehr

„Freiheit heißt Selbstverantwortung”
Gastbeitrag, 21. März 2017

Michael Hüther in der Rheinischen Post „Freiheit heißt Selbstverantwortung”Arrow

Mit der „Rede zur Freiheit” hat die Friedrich-Naumann-Stiftung eine Podium geschaffen, dass es hochrangigen Rednern ermöglicht, ihre Interpretation dieses Wertes darzulegen. In diesem Jahr hielt IW-Direktor Michael Hüther seine „Rede zur Freiheit”. Die Rheinische Post hat nun Auszüge veröffentlicht. mehr