Markt und Moral Image

Eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung ist wesentlicher Garant für Freiheit, Wohlstand und Moral. Allerdings sind dafür Regelsetzungen auf gesamtwirtschaftlicher und auf Unternehmensebene erforderlich, die moralisches Verhalten systematisch belohnen. Eine als Anreizethik verstandene Wirtschaftsethik löst den häufig konstruierten Widerspruch zwischen Markt und Moral auf. Moralische Appelle sind hingegen bestenfalls wirkungslos. Eine funktionsfähige Marktwirtschaft brauch moralisches Kapital (Vertrauen), kann aber solches über Institutionen auch selbst schaffen. Unternehmen, die langfristig erfolgreich sein wollen, müssen innerhalb des Unternehmens ethische Standards (Unternehmenskultur, Ethik-Kodex) setzen. Richtig eingeführtes Ethik- und Wertemanagement ist das beste Risikomanagement (Risiko-Governance). Darüber hinaus müssen sich Unternehmer und Manager der geschärften Wahrnehmung der Öffentlichkeit bei Themen wie Korruption, Managergehälter und Bilanzfälschungen bewusst sein und wieder eine Vorbildfunktion übernehmen. Notwendig sind eine stärker praxisorientierte wirtschaftsethische Forschung und ein offensiver Umgang mit dem Thema Ethik in Unternehmen. Letztlich kann nur so die Marktwirtschaft gegen Anfeindungen verteidigt werden.

IW-Positionen

Dominik Enste: Markt und Moral – Ein ordnungsethische Reflexion

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23. Mai 2017

Interview mit Peter Bofinger und Michael Grömling Wie sinnvoll ist aktive Konjunkturpolitik?Arrow

Mit dem Stabilitätsgesetz von 1967 vollzog Deutschland einen radikalen Kurswechsel: Der Staat strebte nun eine aktive Konjunktur- und Wachstumspolitik an. Der iwd hat zwei Experten gefragt, was sie heute von diesem Kurswechsel halten: Peter Bofinger, Mitglied des Sachverständigenrats (SVR) und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, sowie Michael Grömling, Leiter der Forschungsgruppe Konjunktur im IW Köln. mehr auf iwd.de