Demografischer Wandel und Fachkräftesicherung Image

Die deutsche Bevölkerung schrumpft – mit der aktuellen Geburtenrate und einem Wanderungssaldo von 100.000 Personen pro Jahr wird die Bevölkerung von über 80 Millionen auf 64,7 Millionen sinken. Der demografische Wandel stellt die Bundesrepublik vor zahlreiche Herausforderungen, die unter anderem auch mit ökonomischen Kosten verbunden sind. So bedeuten weniger Arbeitskräfte einen Dämpfer für das deutsche Wirtschaftswachstum. Hinzu kommt, dass der Finanzierungsbedarf der gesetzlichen Rentenversicherung zunehmen wird und weniger Erwerbstätige die steigende Rentenlast tragen müssen. Auch im Gesundheitssystem steigen die Kosten. Der demografische Wandel ist schon lange in der Diskussion und die Politik hat in den vergangenen Jahren einiges getan, um dagegen zu wirken. So konnten durch mehr Zuwanderung und weniger Bildungsarmut mehr Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt gewonnen werden. Allerdings sind noch weitere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung notwendig. Vielversprechend ist vor allem die längere Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Auch eine Erhöhung der jährlichen Nettozuwanderung um 100.000 Personen könnte langfristig zur Fachkräftesicherung beitragen. Die IW-Analyse skizziert die bisherigen Fortschritte in verschiedenen Bereichen und gibt einen Ausblick bis zum Jahr 2030 für die Entwicklung der Anzahl der Erwerbstätigen.

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IW-Report
IW-Report, 15. September 2017

Christian Friesl / Wido Geis / Martin Hörmann / Patrick Schellenbauer / Fabian Schnell / Clemens Wallner Migration und Arbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und der SchweizArrow

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auf die Zuwanderung von Fachkräften angewiesen, um ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. mehr

MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn je
IW-Nachricht, 12. September 2017

Sarah Berger MINT-Berufe: Es fehlen mehr Arbeitskräfte denn jeArrow

Die OECD lobt Deutschland in ihrem Bericht „Bildung auf einen Blick“ für die akademische und duale Ausbildung im MINT-Bereich – zu Recht. Dennoch fehlen immer mehr Arbeitskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Um die Lücke zu schließen, muss noch mehr in den Nachwuchs investiert werden. mehr

IW-Kurzbericht, 1. September 2017

Wido Geis Fachkräfte made in OsteuropaArrow

Zuwanderung aus den neuen EU-Mitgliedsländern hat in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Deutschland geleistet. So ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus diesen Ländern zwischen Januar 2010 und Mai 2017 von 254.000 auf 1,14 Millionen gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote von osteuropäischen EU-Bürgern von 15,2 auf 8,3 Prozent gesunken. mehr