Demografischer Wandel und Fachkräftesicherung Image

Die deutsche Bevölkerung schrumpft – mit der aktuellen Geburtenrate und einem Wanderungssaldo von 100.000 Personen pro Jahr wird die Bevölkerung von über 80 Millionen auf 64,7 Millionen sinken. Der demografische Wandel stellt die Bundesrepublik vor zahlreiche Herausforderungen, die unter anderem auch mit ökonomischen Kosten verbunden sind. So bedeuten weniger Arbeitskräfte einen Dämpfer für das deutsche Wirtschaftswachstum. Hinzu kommt, dass der Finanzierungsbedarf der gesetzlichen Rentenversicherung zunehmen wird und weniger Erwerbstätige die steigende Rentenlast tragen müssen. Auch im Gesundheitssystem steigen die Kosten. Der demografische Wandel ist schon lange in der Diskussion und die Politik hat in den vergangenen Jahren einiges getan, um dagegen zu wirken. So konnten durch mehr Zuwanderung und weniger Bildungsarmut mehr Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt gewonnen werden. Allerdings sind noch weitere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung notwendig. Vielversprechend ist vor allem die längere Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Auch eine Erhöhung der jährlichen Nettozuwanderung um 100.000 Personen könnte langfristig zur Fachkräftesicherung beitragen. Die IW-Analyse skizziert die bisherigen Fortschritte in verschiedenen Bereichen und gibt einen Ausblick bis zum Jahr 2030 für die Entwicklung der Anzahl der Erwerbstätigen.

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IW-Report, 15. August 2017

Susanna Kochskämper Auswirkung einer längeren Lebensarbeitszeit auf die RentenversicherungArrow

Muss eine zunehmende Zahl von Rentnern von tendenziell weniger Beschäftigten finanziert werden, steigt die durchschnittliche Belastung für den einzelnen Arbeitnehmer. Der IW-Report zeigt, wie sich eine höhere Regelaltersgrenze auf die Finanzierung der Rentenversicherung auswirken kann. mehr