Image

In Deutschland leben etwa 1,6 Millionen Familien, die von einem alleinerziehenden Elternteil geführt werden. Besonders für den Nachwuchs aus diesen Familien ermöglichen eine Betreuung vom Kleinstkindalter an sowie Ganztagseinrichtungen bessere Chancen auf eine gute Bildung, betonen die Autoren der vorliegenden Analyse. Ganztagseinrichtungen haben aber auch einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden der Kleinen. So gewährleisten sie etwa ein stabiles soziales Umfeld. Darüber hinaus erhöht eine Ganztagsbetreuung die Wahrscheinlichkeit, dass Alleinerziehende eine Erwerbstätigkeit aufnehmen und sogar Vollzeit arbeiten können. Dadurch sinkt das Risiko, in die Armut abzurutschen. Auch für die öffentliche Hand zahlt sich der Ausbau der Ganztagsbetreuung mittelfristig aus. Den zusätzlichen jährlichen Kosten für das flächendeckende Ganztagsangebot für Kinder Alleinerziehender stehen Einsparungen aus vermiedenen Transferleistungen an die Eltern und bei der Nachqualifizierung der Kinder sowie weitere staatliche Mehreinnahmen gegenüber.

Ansprechpartner

Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland
Gutachten, 7. September 2017

Christina Anger / Wido Geis / Axel Plünnecke Die volkswirtschaftliche Bedeutung der MehrkindfamilienArrow

Der demografische Wandel stellt Wirtschaft, Gesellschaft und Politik in Deutschland vor immer größere Herausforderungen. Dabei ist eine Hauptursache, dass die Geburtenziffer in Deutschland seit Mitte der 1970er Jahre bei weniger als 1,5 Kindern je Frau liegt, wohingegen rund 2,1 Kinder nötig wären, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. mehr

6. September 2017

Wido Geis Veränderte Familienverhältnisse Arrow

Immer mehr Kinder in Deutschland wachsen nicht mit beiden Elternteilen auf. Rund 26 Prozent der zwischen 1996 und 1998 Geborenen wurden in den ersten 15 Lebensjahren zumindest zeitweise von einem Elternteil allein erzogen. Jeder Zehnte hat einen Teil seiner Kindheit in Stief- und Patchworkfamilien verbracht. Einflussfaktoren sind unter anderem der Wohnort, Nationalität und Bildungsgrad der Eltern. mehr auf iwd.de