Hochschulfinanzierung 2020 Image

Wie sieht die Hochschulfinanzierung der Zukunft aus? Um diese Frage zu beantworten, befasst sich der Beitrag zunächst mit den grundlegenden Strukturen des Finanzierungssystems – dazu gehören auch die wissenschaftspolitischen Entscheidungen der vergangenen Jahre, wie die Föderalismusreform sowie die drei Wissenschaftspakte. Aus dieser Bestandsaufnahme resultieren Handlungsempfehlungen für die Zukunft der Hochschulfinanzierung. Der Bund und die Länder sollten in Zukunft nicht nur bei der Förderung der außeruniversitären Forschung gemeinsam handeln dürfen, sondern vielmehr auch die Forschung und Lehre an Hochschulen langfristig gemeinsam fördern. Die geplante Verfassungsänderung bietet die Möglichkeit, die Strukturen der Hochschulfinanzierung neu zu gestalten. So werden dadurch zum einen mehr Anreize für ein Engagement der Hochschulen in der Lehre gesetzt und zum anderen wird der Anteil der privaten Mittel durch Studiengebühren und bessere Rahmenbedingungen für die Kooperation mit der Wirtschaft erhöht. Der Bund sollte sich an der Finanzierung der Hochschullehre durch einen Bonus für jeden erfolgreichen Absolventen beteiligen. In der Forschung sollten die bislang in der Exzellenzinitiative eingesetzten Mittel des Bundes genutzt werden, um weiterhin Anreize für Forschungskooperationen zwischen Hochschulen, forschenden Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu setzen.

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IW-Kurzbericht, 23. August 2017

Christiane Konegen-Grenier / Mathias Winde Globale Unternehmen bevorzugen regionale BildungsinvestitionenArrow

Global agierende Unternehmen fördern in erster Linie Studierende und Hochschulen in ihrer Region. Weiter entfernte oder ausländische Hochschulen werden bei den Investitionen seltener berücksichtigt. Denn auch im digitalisierten Zeitalter ist der persönliche Kontakt für Unternehmen ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Kooperation mit der Wissenschaft. mehr

18. August 2017

Interview mit Ulrich Commerçon „Bildung muss beitragsfrei sein“Arrow

Kein anderes Bundesland konnte sich im IW-Bildungsmonitor 2017 so stark verbessern wie das Saarland. Der iwd hat den saarländischen Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon (SPD), nach den Gründen gefragt. mehr auf iwd.de

17. August 2017

Axel Plünnecke Bildungsmonitor: Sachsen siegt, das Saarland holt aufArrow

Die besten Ergebnisse im IW-Bildungsmonitor 2017 erzielen wie bereits in den Vorjahren Sachsen, Thüringen und Bayern. Insgesamt zeigen sich allerdings gegenüber dem Jahr 2013, als Methodik und Indikatorenauswahl zuletzt aktualisiert wurden, nur noch leichte Verbesserungen innerhalb der Bildungssysteme. Der Bildungsmonitor wird seit 14 Jahren vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt. mehr auf iwd.de