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Der Schritt von der Schule in die Arbeitswelt ist für viele – zu viele – Jugendliche heute kein Selbstläufer mehr. Zahlreiche Schulabsolventen benötigen eine zusätzliche Anschubhilfe, um überhaupt erst Chancen auf den ersehnten Ausbildungsvertrag zu haben. Die IW-Analyse geht den Ursachen und den Folgen dieses gesellschaftlichen Problems auf den Grund. Die Autoren beschreiben zunächst die Programme, mit denen die öffentliche Hand die Jugendlichen fördert, und legen die Kosten dieser Maßnahmen offen. Die Probleme junger Leute, sich in der Berufswelt zu etablieren, ziehen jedoch eine ganze Reihe weiterer Kosten nach sich: Gäbe es weniger Geringqualifizierte, ließen sich zum einen die Ausgaben für Arbeitslosengeld sowie soziale Grundsicherung reduzieren, und zum anderen würde die Wirtschaft insgesamt profitieren. Mehr und höherwertige Berufsabschlüsse – das nutzt gleich doppelt: Es steigert das Einkommen des einzelnen ebenso wie das Bruttoinlandsprodukt. Wie Deutschland eine bessere Integration Jugendlicher in die Arbeitswelt erreichen kann, legen die Ausbildungsexperten aus dem IW Köln im abschließenden Kapitel ihrer Studie dar.

Die Analyse basiert auf der Studie "Volkswirtschaftliche Potenziale am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt", die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung in den Jahren 2007 bis 2008 erstellt hat.

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12. Juni 2017

Christiane Konegen-Grenier Erasmus: Ein Ticket für neun Millionen Menschen Arrow

Das europäische Erasmus-Programm, das in diesem Juni seinen 30. Geburtstag feiert, hat zunächst nur Studenten finanziell unterstützt, die ein Auslandssemester absolvieren wollten. Mittlerweile fördert das zu Erasmus+ umgetaufte Projekt nicht nur einen deutlich größeren Personenkreis, sondern umfasst auch sämtliche Bildungsbereiche. Allein 2015 investierte Brüssel dafür mehr als 2,1 Milliarden Euro. mehr auf iwd.de

20. April 2017

Fachkräftemangel Fachkräftemangel: Starkes regionales GefälleArrow

Die Fachkräfteengpässe auf dem deutschen Arbeitsmarkt nehmen zu, sie sind aber nicht flächendeckend. Tatsächlich entscheiden die Region, die gewünschte Fachrichtung und das Qualifikationsniveau darüber, ob ein Unternehmen Schwierigkeiten hat, passende Bewerber für offene Stellen zu finden. mehr auf iwd.de

Zahl der Auszubildenden sinkt
IW-Nachricht, 12. April 2017

Zahl der Ausbildungsverträge sinkt Auszubildende und Unternehmen brauchen UnterstützungArrow

Im Jahr 2016 haben laut Statistischem Bundesamt rund 511.000 Jugendliche einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Damit sind gut ein Prozent weniger Jugendliche in eine duale Ausbildung gestartet als im Jahr 2015. An Bedeutung verliert die duale Ausbildung jedoch nicht. mehr