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Der Schritt von der Schule in die Arbeitswelt ist für viele – zu viele – Jugendliche heute kein Selbstläufer mehr. Zahlreiche Schulabsolventen benötigen eine zusätzliche Anschubhilfe, um überhaupt erst Chancen auf den ersehnten Ausbildungsvertrag zu haben. Die IW-Analyse geht den Ursachen und den Folgen dieses gesellschaftlichen Problems auf den Grund. Die Autoren beschreiben zunächst die Programme, mit denen die öffentliche Hand die Jugendlichen fördert, und legen die Kosten dieser Maßnahmen offen. Die Probleme junger Leute, sich in der Berufswelt zu etablieren, ziehen jedoch eine ganze Reihe weiterer Kosten nach sich: Gäbe es weniger Geringqualifizierte, ließen sich zum einen die Ausgaben für Arbeitslosengeld sowie soziale Grundsicherung reduzieren, und zum anderen würde die Wirtschaft insgesamt profitieren. Mehr und höherwertige Berufsabschlüsse – das nutzt gleich doppelt: Es steigert das Einkommen des einzelnen ebenso wie das Bruttoinlandsprodukt. Wie Deutschland eine bessere Integration Jugendlicher in die Arbeitswelt erreichen kann, legen die Ausbildungsexperten aus dem IW Köln im abschließenden Kapitel ihrer Studie dar.

Die Analyse basiert auf der Studie "Volkswirtschaftliche Potenziale am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt", die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung in den Jahren 2007 bis 2008 erstellt hat.

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Berufsausbildung
IW-Nachricht, 30. August 2017

Regina Flake Berufsausbildung: Jugendliche gezielter informieren Arrow

Rund eine halbe Million Jugendliche haben sich 2016 für eine Ausbildung entschieden. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr, der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung. Die Zahlen zeigen aber auch, dass einige Berufe dem allgemeinen Negativtrend trotzen und Unternehmen in einzelnen Engpassberufen mehr ausbilden. mehr

18. August 2017

Interview mit Ulrich Commerçon „Bildung muss beitragsfrei sein“Arrow

Kein anderes Bundesland konnte sich im IW-Bildungsmonitor 2017 so stark verbessern wie das Saarland. Der iwd hat den saarländischen Minister für Bildung und Kultur, Ulrich Commerçon (SPD), nach den Gründen gefragt. mehr auf iwd.de