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Eigentlich dürfte die Unternehmensnachfolge durch Frauen im Jahr 2010 kein Thema mehr sein – ist doch die Gleichberechtigung seit über 50 Jahren im Grundgesetz festgeschrieben. Tatsächlich haben Klaus-Heiner Röhl und Jörg Schmidt jedoch in ihrer IW-Analyse einen wunden Punkt getroffen. Denn nur selten treten in Familienunternehmen Töchter die Nachfolge des Gründers an – und das obwohl auf dem Arbeitsmarkt ansonsten nahezu Geschlechtergleichstand herrscht. Worin eigentlich die Probleme bestehen, haben die IW-Wissenschaftler mithilfe einer Befragung von knapp 300 im Verband deutscher Unternehmerinnen organisierter selbstständiger Frauen ergründet. Ausführlich gehen die beiden Ökonomen auch darauf ein, welche Rahmenbedingungen Frauen den Weg an die Unternehmensspitze ebnen könnten – angesichts des fortschreitenden demografischen Wandels eine der Schlüsselfragen in Sachen Unternehmensnachfolge.

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Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?
IW-Kurzbericht, 30. Juni 2017

Jörg Schmidt Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?Arrow

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt auch in der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen eine zentrale Rolle. Allerdings zeigt eine Datenauswertung, dass für Leitungspositionen eine Vollzeittätigkeit überwiegend der Standard ist und daher offenbar höhere Anforderungen an die Arbeitszeit gestellt werden. mehr

Mütter kehren früher in den Job zurück
IW-Kurzbericht, 23. Juni 2017

Wido Geis Mütter kehren früher in den Job zurückArrow

Zwischen 2006 und 2014 ist der Anteil der Mütter, die im zweiten Lebensjahr des Kindes arbeiten, von 34,6 Prozent auf 42,8 Prozent gestiegen, während der Anteil der im ersten Lebensjahr arbeitenden Mütter von 22,5 Prozent auf 8,5 Prozent gesunken ist. Damit hat das Elterngeld sein Ziel erreicht. mehr

Gastbeitrag, 19. Juni 2017

Klaus-Heiner Röhl auf Focus Online Motor der Wirtschaft: Die EU muss mehr für den Mittelstand tun Arrow

Der Mittelstand ist nicht nur das Rückgrat der deutschen, sondern auch der europäischen Wirtschaft. Doch bisher tut die EU zu wenig, um die kleinen und mittleren Unternehmen zu fördern. Was sich ändern muss. Ein Gastbeitrag von Klaus-Heiner Röhl, Senior Economist im Institut der deutschen Wirtschaft Köln. mehr