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Eigentlich dürfte die Unternehmensnachfolge durch Frauen im Jahr 2010 kein Thema mehr sein – ist doch die Gleichberechtigung seit über 50 Jahren im Grundgesetz festgeschrieben. Tatsächlich haben Klaus-Heiner Röhl und Jörg Schmidt jedoch in ihrer IW-Analyse einen wunden Punkt getroffen. Denn nur selten treten in Familienunternehmen Töchter die Nachfolge des Gründers an – und das obwohl auf dem Arbeitsmarkt ansonsten nahezu Geschlechtergleichstand herrscht. Worin eigentlich die Probleme bestehen, haben die IW-Wissenschaftler mithilfe einer Befragung von knapp 300 im Verband deutscher Unternehmerinnen organisierter selbstständiger Frauen ergründet. Ausführlich gehen die beiden Ökonomen auch darauf ein, welche Rahmenbedingungen Frauen den Weg an die Unternehmensspitze ebnen könnten – angesichts des fortschreitenden demografischen Wandels eine der Schlüsselfragen in Sachen Unternehmensnachfolge.

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26. Juli 2017

Jörg Schmidt Traditionelle Rollenbilder leben längerArrow

In der Regel reduzieren in Deutschland vor allem Frauen ihre Arbeitszeit. Doch spätestens, wenn eine Führungsposition ansteht, wird häufig Vollzeit gearbeitet. Längere Arbeitszeiten können allerdings zu zeitlichen Konflikten führen, denn Hausarbeit und Betreuungspflichten sind noch immer höchst ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. mehr auf iwd.de

Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?
IW-Kurzbericht, 30. Juni 2017

Jörg Schmidt Sind Führungspositionen mit einer reduzierten Arbeitszeit vereinbar?Arrow

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf spielt auch in der Debatte um mehr Frauen in Führungspositionen eine zentrale Rolle. Allerdings zeigt eine Datenauswertung, dass für Leitungspositionen eine Vollzeittätigkeit überwiegend der Standard ist und daher offenbar höhere Anforderungen an die Arbeitszeit gestellt werden. mehr