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Der freie Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital innerhalb der Europäischen Union ist ein wesentliches Anliegen der Gemeinschaft. Die Beseitigung von Zöllen und anderen offensichtlichen Handelsbeschränkungen haben diesen Zweck grundsätzlich befördert. Doch einem echten Binnenmarkt stehen immer noch versteckte Barrieren im Weg, wie die vorliegende Auswertung von 490 Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zeigt: Betroffen ist besonders der freie Dienstleistungsverkehr und hier das öffentliche Auftragswesen. Verfahren gegen Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich im Zeitraum von Januar 2000 bis Juli 2008 ergeben 131 Fälle, in denen diese EU- Mitgliedstaaten wegen eines Verstoßes gegen die Regeln des Gemeinsamen Marktes verurteilt worden sind. Die betreffenden Länder erwirtschaften nahezu drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts der EU.

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IW-Trends, 25. Juli 2017

Berthold Busch Produktions- und Lieferverflechtungen zwischen britischen Branchen, der EU und DeutschlandArrow

Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge. mehr

Pressemitteilung, 25. Juli 2017

Berthold Busch Brexit gefährdet Lieferketten Arrow

Ein harter Brexit würde die Wirtschaft auf beiden Seiten des Kanals stark treffen, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Vor allem die weit verzweigten Lieferketten deutscher Schlüsselindustrien könnten leiden. mehr