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Die mit Abstand schwerste Rezession der Nachkriegszeit hat in der deutschen Volkswirtschaft tiefe Spuren hinterlassen. Der Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts ist mindestens fünfmal stärker als in der bisher schwersten Rezession, welche die Bundesrepublik in der Mitte der 1970er Jahre erlebte. Man muss schon bis zur Großen Depression am Beginn der 1930er Jahre zurückblicken, um in Deutschland einen ähnlich starken Einbruch der Wirtschaftsleistung innerhalb eines Jahres zu finden. Im Frühjahr 2009 stoppte der rasante Absturz der deutschen Wirtschaft, seither geht es wieder langsam aufwärts. Gleichwohl bleiben interessante und schwierig zu beantwortende Fragen:

  • Ist die Krise endgültig überwunden?
  • Wie nachhaltig ist der Aufwärtstrend?
  • Droht hierzulande eine längere wirtschaftliche Stagnation wie im Japan der 1990er Jahre nach dem Platzen der dortigen Immobilienblase, oder gleitet
  • Deutschland gar in eine Deflations-Depressions-Spirale ab?
  • Hat das „Geschäftsmodell Deutschland“, gekennzeichnet durch einen hohen Industrieanteil und eine ausgeprägte Weltmarktorientierung, ausgedient?
  • der kann die deutsche Industrie problemlos an alte Erfolgsmuster anknüpfen?

Die vorliegende Analyse versucht, auf diese Fragen schlüssige Antworten zu geben. Ausgehend von einer Untersuchung der Großen Depression und des japanischen Deflationsjahrzehnts der 1990er Jahre leitet sie Indikatoren für eine Deflations-Depressions-Checkliste ab, deren zehn Punkte anschließend für Deutschland im Detail überprüft werden. Darüber hinaus werden Megatrends identifiziert, die auch nach der Krise die Nachfrage nach deutschen Industrieprodukten begünstigen. Schlussfolgerungen für eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik schließen diese Analyse ab.

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Veranstaltung
Veranstaltung, 23. November 2017

20. Finanzmarkt Round-Table Der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik – Erlösung oder neuer Schock?Arrow

Während die einen ein schnelles Ende des Niedrigzinses herbeisehnen, befürchten andere einen neuen Schock mit Rückwirkungen auf die Stabilität der Finanzmärkte. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, die DekaBank und die Börsen-Zeitung laden ein zum 20. Finanzmarkt Round-Table in Frankfurt am Main. mehr

Markus Demary in LSE Business Review
Gastbeitrag, 20. September 2017

Markus Demary in LSE Business Review The US should not roll back financial regulation Arrow

The Dodd-Frank Act is not perfect, but it's a framework that can mitigate systemic risks, writes Markus Demary, senior economist in the research unit financial and real estate markets at the Cologne Institute for Economic Research (Institut der deutschen Wirtschaft Köln). mehr

EZB: Geldpolitik braucht klare Grenzen
IW-Nachricht, 15. August 2017

Markus Demary EZB: Geldpolitik braucht klare GrenzenArrow

Zu Recht hat das Bundesverfassungsgericht heute Zweifel an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank geäußert und den Europäischen Gerichtshof erneut um Prüfung gebeten. Diesmal geht es um das Public Sector Purchase Program (PSPP), in dessen Rahmen die EZB bereits Anleihen im Wert von 1,6 Billionen Euro erworben hat. Die Grenzen der Wertpapierkäufe müssen dringend konkretisiert werden. mehr