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Mehr Familienfreundlichkeit ist eine der zentralen Antworten auf den demografischen Wandel. Insbesondere für Unternehmen führt an dieser Strategie kein Weg vorbei, wollen sie ihren Fachkräftebedarf auch künftig decken. Susanne Seyda, Expertin für Familienpolitik im Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), und Oliver Stettes, ebenda zuständig für Arbeitsorganisation und Mitbestimmung, haben sich angeschaut, wie die Unternehmen in der Europäischen Union in Sachen Vereinbarkeit von Beruf und Familie aufgestellt sind. Der „Europäische Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit“ orientiert sich konzeptionell eng an einer für Deutschland bereits zweimal angefertigten Untersuchung. Zusätzlich betrachtet wurde nun die Situation in Frankreich, Italien, Polen, Schweden und Großbritannien. Verglichen haben die IW-Ökonomen die Familienfreundlichkeit der Betriebe in vier Kategorien: Arbeitszeitflexibilisierung und Telearbeit, Elternzeit und Elternförderung, Kinder- und Angehörigenbetreuung sowie Familienservice. Es zeigte sich vor allem eins: Während eine gewisse Sensibilität für das Thema überall vorhanden ist, schlägt sich dieses Bewusstsein jedoch nicht in allen Unternehmen gleichermaßen in einer familienfreundlichen Personalpolitik nieder. Mit dieser Feststellung geben sich die Autoren aber noch nicht zufrieden. Sie haben auch ermittelt, was die Betriebe unter Umständen daran hindert, (noch) mehr für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun.

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Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiver
IW-Kurzbericht, 7. April 2017

Wido Geis Jugendliche aus bildungsnahen Familien sind sportlich aktiverArrow

Fragt man junge Erwachsene, ob sie in ihrer Jugend Sport getrieben haben, bejahen das unabhängig vom Bildungshintergrund der Eltern rund drei Viertel. Betrachtet man hingegen, wie viel Zeit Jugendliche mit sportlichen Aktivitäten verbringen, zeigen sich deutlich niedrigere Werte bei Befragten aus bildungsferneren Elternhäusern. mehr

8. März 2017

Frauenquote Dieser Weg wird steinig und schwerArrow

Seit Januar 2016 müssen in Deutschland börsennotierte Unternehmen freie Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen, bis ihr Anteil in diesem Gremium 30 Prozent ausmacht. Darüber hinaus gilt für die Privatwirtschaft und den öffentlichen Dienst das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen – mit dem Ziel der Geschlechterparität. In den vergangenen beiden Jahren haben es zwar mehr Frauen in Aufsichtsräte, Vorstände und Leitungsstellen geschafft, aber bis hier ein Gleichgewicht erreicht ist, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. mehr auf iwd.de

IW-Kurzbericht, 8. März 2017

Wido Geis Töchter arbeiten weniger im Haushalt mitArrow

Mädchen im Teenageralter verbringen heute weniger Zeit mit Hausarbeit als noch vor zehn Jahren. Lag der Anteil der 15- bis 17-Jährigen, die im Schnitt über 45 Minuten am Tag mithelfen, zu Beginn des neuen Jahrtausends bei 68,2 Prozent, so sind es heute nur noch 45,7 Prozent. Damit haben die geschlechterspezifischen Rollenunterschiede der Kinder in der Familie deutlich abgenommen. mehr