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Hanno Kempermann / Agnes Millack Gutachten 28. Juni 2017 Abwassergebührenranking 2017

Die Preise, die Verbraucher für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, variieren je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich. Für ein Gutachten im Auftrag von Haus & Grund Deutschland hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln die Abwassergebühren der nach Einwohnern 100 größten Städte in Deutschland untersucht.

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Abwassergebührenranking 2017
Hanno Kempermann / Agnes Millack Gutachten 28. Juni 2017

Abwassergebührenranking 2017

Gutachten im Auftrag der Haus und Grund Deutschland

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Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Die Preise, die Verbraucher für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, variieren je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich. Für ein Gutachten im Auftrag von Haus & Grund Deutschland hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln die Abwassergebühren der nach Einwohnern 100 größten Städte in Deutschland untersucht.

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat im Auftrag von Haus & Grund Deutschland die Abwassergebühren der nach Einwohnern 100 größten Städte in Deutschland untersucht. Für diesen Vergleich wurden die jährlichen Abwassergebühren einer Musterfamilie, die in diesen Städten wohnt, untersucht. Die Musterfamilie besteht aus vier Personen und wohnt in einem Musterhaushalt (siehe Methodik Abwassergebührenranking 2017).

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Preise, die Verbraucher aber für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich variieren. Ein Vierpersonenhaushalt zahlt z.B. in Ludwigsburg für die Abwasserentsorgung im Durchschnitt 260 Euro im Jahr, in Potsdam dagegen sind es mehr als 910 Euro. Von den 20 günstigsten Abwasserentsorgern kommen zwölf aus Bayern oder Baden-Württemberg. Mit Ludwigsburg, Heidelberg und Freiburg liegen die drei günstigsten Städte im Abwasserranking alle in Baden-Württemberg. Mit den Ausnahmen Bremerhaven und Saarbrücken liegen die 20 teuersten Abwassersysteme dagegen ausschließlich in ostdeutschen und nordrhein-westfälischen Städten.

Doch wie kann es sein, dass einmal die Toilettenspülung betätigen oder das Badewasser ablassen in manchen Regionen Deutschlands doppelt oder sogar dreimal so teuer ist als anderswo? Abwassergebühren hängen von vielen Faktoren ab, wie z.B. Höhen, die mittels Pumpen überwunden werden müssen, die Dimensionierung der Kanäle, das Alter des Kanalnetzes, Hochwasserschutz-Maßnahmen oder die Infrastruktur für die Regenrückhaltung und Abwasserbeseitigung. Auch die Anzahl der Einwohner oder der Einsatz neuer Technologien zur Abwasseraufbereitung können eine Rolle spielen. Die Entwässerungskosten werden auch durch äußere Faktoren wie der Zu- und Abwanderung beeinflusst. Wenn auf der einen Seite in einer Region die Bevölkerungsdichte - und damit auch der Frischwasserverbrauch - sinkt, wird das Abwasserkanalsystem weniger genutzt. Damit steigen auf der anderen Seite die Kosten zur Erhaltung des Systems, die auf die Abwassergebühren draufgeschlagen werden. Dazu kommen Flächenstädte, in denen weite Wege überwunden werden müssen und deshalb ein großes Kanalnetz unterhalten werden muss. In diesen Städten sind die Abwassergebühren in der Regel teurer als in kompakten Siedlungsgebieten. Ein Beispiel hierfür wäre Mönchengladbach.

Die äußeren Rahmenbedingungen haben einen wesentlichen Anteil daran, wie hoch oder niedrig die Abwasserpreise in den Städten ausfallen. Die Strukturunterschiede allein sind aber keine ausreichende Erklärung für die Preisdifferenzen. Die Studie zeigt auch, dass Anbieter öfter in strukturell nachteiliger Umgebung günstigere Abwassergebühren anbieten. Dazu sind die Gebührenordnungen der einzelnen Kommunen uneinheitlich, intransparent und häufig auch mit einer Vielzahl von individuellen Ausnahmeregelungen versehen. Den Verbrauchern wird damit oft die Möglichkeit genommen, sich über ihre Gebührenhöhe zu informieren und die eigenen Kosten mit denen anderer Städte zu vergleichen. Mit dem Abwasserranking wird den Verbrauchern, aber auch den kommunalen Verwaltungen und den politisch Verantwortlichen ein Instrument gegeben, um ihre aktuelle Positionierung im Wettbewerb der Städte um attraktive Standortbedingungen besser einschätzen zu können.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen die Grundlage für weitere Diskussionen und Untersuchungen in den verschiedenen Städten sein. Die Gründe für die hohen Kosten müssen analysiert und benannt werden. Am Ende kann eine erhöhte Preis- und Gebührentransparenz zu dem notwendigen Wettbewerbsdruck führen, der die Preise für viele Verbraucher sinken lässt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Preise, die Verbraucher aber für die Entsorgung von Abwässern zahlen müssen, je nach Wohnort um mehrere Hundert Euro jährlich variieren. Ein Vierpersonenhaushalt zahlt z.B. in Ludwigsburg für die Abwasserentsorgung im Durchschnitt 260 Euro im Jahr, in Potsdam dagegen sind es mehr als 910 Euro. Von den 20 günstigsten Abwasserentsorgern kommen zwölf aus Bayern oder Baden-Württemberg. Mit Ludwigsburg, Heidelberg und Freiburg liegen die drei günstigsten Städte im Abwasserranking alle in Baden-Württemberg. Mit den Ausnahmen Bremerhaven und Saarbrücken liegen die 20 teuersten Abwassersysteme dagegen ausschließlich in ostdeutschen und nordrhein-westfälischen Städten.

Doch wie kann es sein, dass einmal die Toilettenspülung betätigen oder das Badewasser ablassen in manchen Regionen Deutschlands doppelt oder sogar dreimal so teuer ist als anderswo? Abwassergebühren hängen von vielen Faktoren ab, wie z.B. Höhen, die mittels Pumpen überwunden werden müssen, die Dimensionierung der Kanäle, das Alter des Kanalnetzes, Hochwasserschutz-Maßnahmen oder die Infrastruktur für die Regenrückhaltung und Abwasserbeseitigung. Auch die Anzahl der Einwohner oder der Einsatz neuer Technologien zur Abwasseraufbereitung können eine Rolle spielen. Die Entwässerungskosten werden auch durch äußere Faktoren wie der Zu- und Abwanderung beeinflusst. Wenn auf der einen Seite in einer Region die Bevölkerungsdichte - und damit auch der Frischwasserverbrauch - sinkt, wird das Abwasserkanalsystem weniger genutzt. Damit steigen auf der anderen Seite die Kosten zur Erhaltung des Systems, die auf die Abwassergebühren draufgeschlagen werden. Dazu kommen Flächenstädte, in denen weite Wege überwunden werden müssen und deshalb ein großes Kanalnetz unterhalten werden muss. In diesen Städten sind die Abwassergebühren in der Regel teurer als in kompakten Siedlungsgebieten. Ein Beispiel hierfür wäre Mönchengladbach.

Die äußeren Rahmenbedingungen haben einen wesentlichen Anteil daran, wie hoch oder niedrig die Abwasserpreise in den Städten ausfallen. Die Strukturunterschiede allein sind aber keine ausreichende Erklärung für die Preisdifferenzen. Die Studie zeigt auch, dass Anbieter öfter in strukturell nachteiliger Umgebung günstigere Abwassergebühren anbieten. Dazu sind die Gebührenordnungen der einzelnen Kommunen uneinheitlich, intransparent und häufig auch mit einer Vielzahl von individuellen Ausnahmeregelungen versehen. Den Verbrauchern wird damit oft die Möglichkeit genommen, sich über ihre Gebührenhöhe zu informieren und die eigenen Kosten mit denen anderer Städte zu vergleichen. Mit dem Abwasserranking wird den Verbrauchern, aber auch den kommunalen Verwaltungen und den politisch Verantwortlichen ein Instrument gegeben, um ihre aktuelle Positionierung im Wettbewerb der Städte um attraktive Standortbedingungen besser einschätzen zu können.

Die Ergebnisse dieser Studie sollen die Grundlage für weitere Diskussionen und Untersuchungen in den verschiedenen Städten sein. Die Gründe für die hohen Kosten müssen analysiert und benannt werden. Am Ende kann eine erhöhte Preis- und Gebührentransparenz zu dem notwendigen Wettbewerbsdruck führen, der die Preise für viele Verbraucher sinken lässt.

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Hanno Kempermann / Agnes Millack Gutachten 28. Juni 2017

Hanno Kempermann / Agnes Millack: Abwassergebührenranking 2017 – Abwassergebühren der 100 größten deutschen Städte im Vergleich

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