Angesichts der demografischen Entwicklung der deutschen Gesellschaft und des damit verbundenen absehbaren und teilweise bereits spürbaren Fachkräftemangels müssen die vorhandenen inländischen Potenziale in Zukunft noch stärker genutzt werden. Dies gilt auch für die in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits heute beinahe ein Fünftel (19 Prozent) der Bevölkerung zwischen 25 und 65 Jahren und sogar 28 Prozent der Bevölkerung unter 25 Jahren stellen (Statistisches Bundesamt 2011a). Beachtliche Teile des Arbeitskräftepotenzials dieser Menschen werden heute noch nicht genutzt: So sind nur 76 Prozent der Männer mit Migrationshintergrund im Alter von 25 bis 65 Jahren erwerbstätig im Vergleich zu 83 Prozent der Männer ohne Migrationshintergrund (Statistisches Bundesamt 2011a). Bei den Frauen sind die Unterschiede noch größer: 58 Prozent der Frauen mit und 73 Prozent der Frauen ohne Migrationshintergrund sind erwerbstätig Allerdings gilt zu beachten dass viele Frauen im erwerbsfähigen Alter aus familiären Gründen keine Erwerbstätigkeit wünschen. Der Hauptgrund für die Schwierigkeiten eines Teils der Personen mit Migrationshintergrund am deutschen Arbeitsmarkt ist ihr niedriges Qualifikationsniveau. So verfügen Personen mit Migrationshintergrund – unabhängig davon, ob sie ihre Schullaufbahn im Ausland oder in Deutschland absolviert haben – im Schnitt über ein deutlich niedrigeres Bildungsniveau als Personen ohne Migrationshintergrund. Allerdings können die fehlenden formalen Abschlüsse die Nachteile von Personen mit Migrationshintergrund nicht vollständig erklären. So zeigt eine Auswertung des Mikrozensus 2005, dass Migranten/-innen auch bei gleichem formalem Bildungsniveau häufiger arbeitslos sind als Einheimische und niedrigere Löhne erzielen (siehe Geis, 2011). Es gibt verschiedene Argumente, die dies erklären können. So kann die Einstellung von Personen mit Migrationshintergrund etwa durch sprachliche Defizite, Unsicherheit bei potenziellen Arbeitgebern über die Wertigkeit ausländischer Abschlüsse und aufenthaltsrechtliche Restriktionen erschwert werden.

Endbericht für das Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend

Wido Geis / Ilona Riesen: Unternehmensmonitor Integration

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"Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt"
Interview, 24. März 2017

Dirk Werner im Südkurier „Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt”Arrow

Zwei Drittel der Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits Flüchtlinge beschäftigt haben, wollen das auch in diesem Jahr wieder tun. Von den Unternehmen, die bislang keine Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben, will sich immerhin jedes vierte der Zielgruppe Flüchtlinge öffnen, erklärt IW-Ökonom Dirk Werner im Interview mit dem Südkurier. mehr

23. März 2017

Doppelinterview „Der Papierkram ist für die Unternehmen eine Zumutung“Arrow

Mithilfe von 150 Willkommenslotsen unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen der Flüchtlingsintegration. Birgit Barfuß ist eine dieser Lotsinnen. Auf ihren Job vorbereitet hat sie das KOFA-Team des IW Köln, zu dem Sarah Pierenkemper gehört. Im iwd-Interview berichten die beiden, welche organisatorischen und kulturellen Hürden bei der Vermittlung von Flüchtlingen zu überwinden sind. mehr auf iwd.de

Flüchtlingsintegration
IW-Pressemitteilung, 20. März 2017

Flüchtlingsintegration Unternehmen sind stark engagiertArrow

Für die Integration der Flüchtlinge ist es besonders wichtig, dass sie einen Job finden. Dabei kommt den Unternehmen eine entscheidende Rolle zu. Viele Firmen haben bereits Flüchtlinge eingestellt, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik kann Förderangebote noch zielgerichteter einsetzen, um das Engagement von Unternehmen zu stärken. mehr