Dieser Beitrag analysiert die verschiedenen Reformbemühungen im Verkehr und zeigt, dass Wettbewerb und unternehmerisches Denken auch im Verkehrssektor die Grundlage für ein effizientes und zukunftstaugliches System bilden. Dieses Ergebnis wird in einer differenzierten Sektoranalyse hergeleitet. Dabei werden zwei Fragen auf verschiedene Epochen, Länder und Sektoren angewandt:

  • Wie sind Arbeitsteilung und Rollen zwischen Markt, Unternehmen und Staat ausgestaltet?
  • Wie ist diese Ausgestaltung vor dem Hintergrund der empirischen Erfahrungen zu bewerten?

Die letztgenannte Frage wird dabei insbesondere auf die Entwicklung des deutschen Eisenbahnsektors seit der Bahnstrukturreform von 1994 angewandt.

Dabei ist zu betonen, dass die Betrachtung dem gesamten Schienenverkehrssektor und nicht einem Unternehmen zu gelten hat. Es geht nicht um unternehmerische Kennzahlen oder Probleme in einzelnen Unternehmen, sondern um die volkswirtschaftliche Frage, wie man den Schienenverkehr organisieren sollte, damit er die an ihn gestellten Anforderungen von Bevölkerung und Wirtschaft möglichst effizient erfüllen kann. Um die Erfolge und Potenziale der Liberalisierung des Verkehrs- und insbesondere des Schienenverkehrssektors aufzuzeigen, soll ein intermodaler, intertemporaler und ein internationaler Vergleich durchgeführt werden. Diese Vergleiche untermauern die positiven Effekte, welche die Deregulierung der völlig verkrusteten Märkte in diesem Bereich erzielt haben. Damit soll einer Rückbesinnung auf die Staatsmonopole entgegengetreten und für ein weiteres Setzen auf unternehmerische Führung und Liberalisierung geworben werden. Als erster Schritt sollen aber die verschiedenen Konzepte thematisiert werden, die im Schienenverkehr zur Anwendung kommen.

Gutachten für die Deutsche Bahn AG

Thomas Puls: Markt und Staat im Schienenverkehr

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14. August 2017

Thomas Puls / Thilo Schaefer Aus dem Staub gemachtArrow

Die Feinstaubbelastung durch den Straßenverkehr ist in Deutschland deutlich zurückgegangen. Die Grenzwerte werden nur noch an einem einzigen Standort überschritten. mehr auf iwd.de

Interview, 10. August 2017

Michael Hüther und Gustav Horn in der taz „Zu starr für das reale Leben“Arrow

Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, und Gustav Horn, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), streiten über Wirtschaftspolitik vor der Wahl im September: über Odysseus, skeptische E-Auto-Verkäufer und warum es besser ist, nicht in Köln zu wohnen. mehr

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr