Deutschland sieht sich seit geraumer Zeit erheblichen strukturellen Veränderungen gegenüber, die auch zukünftig das Handeln von Personen, Unternehmen, Politik und Gesellschaft beeinflussen werden. Phänomene wie die Globalisierung, der Trend zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft oder der demografische Wandel schüren einerseits Ängste, offenbaren andererseits aber auch Chancen, wie sie sich selten zuvor geboten haben. Betroffen von all diesen Entwicklungen sind auch die Arbeitsmärkte und die Beschäftigten. Hier treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Zunächst hat die Beschäftigung für jeden Einzelnen eine fundamentale Bedeutung, Arbeitslosigkeit stellt ein gravierendes individuelles Problem dar. Für die Unternehmen ist die Arbeit ein unverzichtbarer Produktionsfaktor, der effizient eingesetzt werden und den sich wandelnden Anforderungen entsprechen muss. Aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive erfordern Ziele wie Wachstum und Wohlstand zum einen eine geringe Arbeitslosigkeit und zum anderen ein ausreichendes Potenzial an qualifizierten Erwerbspersonen.