Seit ein paar Jahren wird eine intensive Debatte darüber geführt, welche Sanierungsgeschwindigkeit im Gebäudebestand notwendig ist, um die in dem Energiekonzept der Bundesregierung formulierten Teil- und Zwischenziele bis 2020 und 2050 erreichen zu können. Notwendiger Ausgangspunkt aller denkbaren Szenarien sind Status-Quo-Berechnungen, die auf Annahmen zum aktuellen energetischen Zustand des Gebäudebestandes und den Sanierungsquoten der letzten Jahre basieren. Hierzu fehlen jedoch valide Daten mit der Folge, dass häufig nur sehr vage politische Aussagen getroffen werden können. Unter welchen Voraussetzungen rechnen sich energetische Modernisierungen? Wie stark werden die Belastungen für private Eigentümer/Vermieter tatsächlich sein? Ist das Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung ausreichend?

Zur Beantwortung dieser Fragen untersucht das vorliegende Gutachten aktuelle Studien und Datenquellen. Durch die Zusammenstellung mehrerer Forschungsergebnisse wird versucht, ein möglichst umfassendes Bild zu skizzieren, welches die Herausforderungen und Belastungen für die Wohnungswirtschaft – insbesondere für die privaten Kleineigentümer – verdeutlicht. Darüber hinaus soll das Gutachten aufzeigen, welche Beiträge zum Klimaschutz Eigentümer bereits leisten und welche Schritte von ihnen in Zukunft noch zu gehen sind. Der Vergleich verschiedener Studien erlaubt die Einordnung der Forschungsergebnisse und somit die Ableitung differenzierter politischer Schlussfolgerungen.