Grundsätzlich dienen Bewerbungsverfahren Arbeitgeberin/Arbeitgeber und Bewerberin/Bewerber gleichermaßen dem Abbau von sogenannten Informationsasymmetrien. Informationsasymmetrien (das heißt ungleiche Informationen über gewünschte Eigenschaften und Merkmale) sind gerade im Zusammenhang mit dem Entstehen, der Aufrechterhaltung und dem Auflösen von Beschäftigungsverhältnissen in hohem Maße relevant. Ein Arbeitsvertrag verpflichtet die Arbeitnehmerin/den Arbeitnehmer zur Leistung der versprochenen Arbeit und die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber zur Leistung des versprochenen Entgelts. Allerdings ist die Leistung der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers notgedrungen unspezifisch, so dass sich die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber ein Weisungsrecht vorbehält. Vor diesem Hintergrund erlaubt das Bewerbungsverfahren erstens jeder Seite, der jeweils anderen Partei durch Preisgabe von Informationen zu signalisieren, dass die gewünschten Merkmale vorliegen (sogenanntes „signalling“). Zweitens kann jede Seite von der anderen Partei Informationen aktiv einholen/einfordern, ob die andere Partei die gewünschten Eigenschaften aufweist (sogenanntes „screening“).

Stellungnahme

Oliver Stettes: Anonymisierte Bewerbungen und Antidiskriminierungskurse – Fachgespräch mit den Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen im Integrationsausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen

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"Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt"
Interview, 24. März 2017

Dirk Werner im Südkurier „Wir sehen erste Erfolge bei der Integration in den Arbeitsmarkt”Arrow

Zwei Drittel der Unternehmen, die in der Vergangenheit bereits Flüchtlinge beschäftigt haben, wollen das auch in diesem Jahr wieder tun. Von den Unternehmen, die bislang keine Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht haben, will sich immerhin jedes vierte der Zielgruppe Flüchtlinge öffnen, erklärt IW-Ökonom Dirk Werner im Interview mit dem Südkurier. mehr

23. März 2017

Doppelinterview „Der Papierkram ist für die Unternehmen eine Zumutung“Arrow

Mithilfe von 150 Willkommenslotsen unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium kleine und mittlere Unternehmen in allen praktischen Fragen der Flüchtlingsintegration. Birgit Barfuß ist eine dieser Lotsinnen. Auf ihren Job vorbereitet hat sie das KOFA-Team des IW Köln, zu dem Sarah Pierenkemper gehört. Im iwd-Interview berichten die beiden, welche organisatorischen und kulturellen Hürden bei der Vermittlung von Flüchtlingen zu überwinden sind. mehr auf iwd.de

IW-Pressemitteilung
IW-Pressemitteilung, 20. März 2017

Flüchtlingsintegration Unternehmen sind stark engagiertArrow

Für die Integration der Flüchtlinge ist es besonders wichtig, dass sie einen Job finden. Dabei kommt den Unternehmen eine entscheidende Rolle zu. Viele Firmen haben bereits Flüchtlinge eingestellt, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Die Politik kann Förderangebote noch zielgerichteter einsetzen, um das Engagement von Unternehmen zu stärken. mehr