Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies ein Zuwachs von 10,4 Prozent. Während die Arbeitsmarktnachfrage in den Ingenieurberufen kontinuierlich steigt, entwickeln sich die Arbeitslosenzahlen auf einem konstant niedrigen Niveau. Im zweiten Quartal 2016 waren durchschnittlich 27.938 Personen in Ingenieurberufen arbeitslos gemeldet und damit 3,2 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Infolgedessen standen im betrachteten Zeitraum im Bundesschnitt 100 Arbeitslosen 249 offene Stellen gegenüber, was einer Relation von etwa 2,5 offener Stellen pro gemeldeten Arbeitslosen entspricht. Die meisten offenen Stellen wurden im Bereich der Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten (24.830) gemeldet, gefolgt von der Maschinen- und Fahrzeugtechnik (15.260) sowie der Energie- und Elektrotechnik (14.050).

Die positive Entwicklung der Arbeitsnachfrage ist bundesweit spürbar. Mit Ausnahmen von Berlin/Brandenburg und Sachsen liegt die Relation von offenen Stellen zu gemeldeten Arbeitslosen bundesweit bei 2:1 und darüber. Allerdings sind weiterhin regionale Unterschiede zu verzeichnen. In den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern ist die Arbeitsmarktnachfrage sowohl absolut als auch relativ am stärksten. Baden-Württemberg verzeichnete mit einer Relation von 390 offenen Stellen je 100 gemeldeten Arbeitslosen den stärksten Engpass. Auch in Bayern sind die Perspektiven auf dem Ingenieurarbeitsmarkt bei einer Engpassrelation von 376 zu 100 weiterhin sehr positiv.

Auf den Arbeitsmarktzahlen im Bereich der Maschinen- und Fahrzeugtechnik lastet in Zeiten der Abgasskandale ein besonderer Blick. Die Zahlen verdeutlichen allerdings, dass bisher zumindest noch keine nennenswerten Auswirkungen bemerkbar sind. Wenn auch nicht in demselben Umfang wie die ebenfalls starken Bereiche Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten sowie Energie- und Elektrotechnik, legte auch die Maschinen- und Fahrzeugtechnik bei der Arbeitsmarktnachfrage gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zu (+0,2 Prozent). Gleichzeitig ging die Zahl der Arbeitslosen um 2,4 Prozent in diesem Bereich zurück. Zwar gibt es bei der Entwicklung der offenen Stellen und der Arbeitslosenzahlen innerhalb der Maschinen- und Fahrzeugtechnik regionale Unterschiede. In den Regionen, in denen die betroffenen Unternehmen ihren Sitz haben, fallen die Veränderungen jedoch sehr moderat aus, so dass kein direkter Kausalzusammenhang zu den Abgasskandalen hergestellt werden kann.