In der Folge kamen im ersten Quartal 2016 im Bundesschnitt bei einem Verhältnis von 229 zu 100 erneut deutlich mehr als zwei offene Stellen auf eine arbeitslos gemeldete Person. Die höchsten Beschäftigungschancen bieten die Schwerpunkte Energie- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Fahrzeugbau mit jeweils 312 beziehungsweise 305 offenen Stellen pro 100 Arbeitslose.

Auch regionale Differenzen sind weiterhin deutlich spürbar. Insbesondere Baden-Württemberg mit 379 offenen Stellen je 100 Arbeitslose, Bayern mit einem Verhältnis von 345 zu 100 sowie Hessen mit einer Engpassrelation von 258 zu 100 bieten in den Ingenieurberufen attraktive Beschäftigungschancen. Als einzige Arbeitsmarktregion bundesweit weist Berlin/Brandenburg mit einem monatsdurchschnittlichen Verhältnis von 104 offenen Stellen je 100 Arbeitslose einen aus Bewerbersicht lediglich ausgeglichenen Arbeitsmarkt auf; in allen übrigen Bundesländern übertraf die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Arbeitslosen in den Ingenieurberufen deutlich – im Süden der Republik wie gezeigt sogar sehr deutlich.

Auch beim Thema Beschäftigung eilt der Ingenieurarbeitsmarkt von Rekord zu Rekord. Im dritten Quartal 2015 (aktuellster verfügbarer Datenstand) waren mit 845.098 Personen so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie noch nie zuvor in Ingenieurberufen zu verzeichnen. Dies entspricht einem Beschäftigungswachstum von rund 3 Prozent binnen eines Jahres. Die Daten des Mikrozensus zeigen darüber hinaus, dass auch die Gesamterwerbstätigkeit in den Ingenieurberufen (inklusive Selbstständiger, Beamter, etc.) nochmals deutlich gestiegen ist und mit 1.261.000 ebenfalls eine neue Rekordmarke erreicht hat. Aufgrund des zeitlichen Nachlaufs der amtlichen Statistik bezieht sich dieser Wert jedoch auf das Jahr 2013, den aktuellsten verfügbaren Datenstand.