In der Folge kamen im vierten Quartal 2015 im Bundesschnitt bei einem Verhältnis von 232 zu 100 erneut deutlich mehr als zwei offene Stellen auf eine arbeitslos gemeldete Person. Die höchsten Beschäftigungschancen bieten die Schwerpunkte Energie- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Fahrzeugbau mit jeweils 316 beziehungsweise 315 offenen Stellen pro 100 Arbeitslose.

Auch regionale Differenzen sind weiterhin deutlich spürbar. Insbesondere Baden-Württemberg mit 402 offenen Stellen je 100 Arbeitslose, Bayern mit einem Verhältnis von 339 zu 100 sowie Hessen mit einer Engpassrelation von 256 zu 100 bieten in den Ingenieurberufen attraktive Beschäftigungschancen. Als einzige Arbeitsmarktregion bundesweit weist Berlin/Brandenburg mit einem monatsdurchschnittlichen Verhältnis von 101 offenen Stellen je 100 Arbeitslose einen aus Bewerbersicht lediglich ausgeglichenen Arbeitsmarkt auf; in allen übrigen Bundesländern übertraf die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Arbeitslosen in den Ingenieurberufen deutlich – im Süden der Republik sogar sehr deutlich.

Auch beim Thema Beschäftigung eilt der Ingenieurarbeitsmarkt von Rekord zu Rekord. Im zweiten Quartal 2015 waren mit 836.514 so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie noch nie zuvor in Ingenieurberufen zu verzeichnen. Schlechte Zeiten also für Unkenrufer, denn trotz kräftig gestiegener Absolventenzahlen existieren keinerlei Anzeichen für einen eventuellen Schweinezyklus in den Ingenieurberufen.