Diese besonders hohe Arbeitsmarktnachfrage hat nicht nur einen neuen Beschäftigungsrekord von 830.861 Personen zur Folge, sondern geht auch mit einer bundesdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von etwa 2,2 Prozent in den Ingenieurberufen im dritten Quartal 2015 einher. Trotz der erfreulich hohen Absolventenzahlen in den Ingenieurwissenschaften liegt die Arbeitslosenquote somit weiterhin auf Vollbeschäftigungsniveau.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist die Arbeitslosigkeit in den Ingenieurberufen im dritten Quartal 2015 um 0,4 Prozent gesunken, während gleichzeitig 6,8 Prozent mehr offene Stellen zu besetzen waren. In der Folge kamen im dritten Quartal 2015 im Bundesschnitt bei einem Verhältnis von 223 zu 100 erneut deutlich mehr als zwei offene Stellen auf eine arbeitslos gemeldete Person. Die gemessen an diesem Verhältnis höchsten Beschäftigungschancen boten die Schwerpunkte Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Energie- und Elektrotechnik mit mehr als 300 offenen Stellen pro 100 Arbeitslose.

Auch regionale Differenzen sind weiterhin deutlich spürbar. Insbesondere Baden-Württemberg mit 415 offenen Stellen je 100 Arbeitslose, Bayern mit einem Verhältnis von 338 zu 100 sowie Hessen mit einer Engpassrelation von 247 zu 100 bieten in den Ingenieurberufen attraktive Beschäftigungschancen. Als einzige Arbeitsmarktregion bundesweit bietet Berlin/Brandenburg mit einem monatsdurchschnittlichen Verhältnis von 90 offenen Stellen je 100 Arbeitslose eine ausgeglichene bis eher getrübte Perspektive in den Ingenieurberufen; in allen anderen Bundesländern übertraf die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Arbeitslosen in den Ingenieurberufen.