Die Bevölkerung in Deutschland altert und ihre Anzahl schrumpft kontinuierlich. Diese demografischen Einflüsse haben gravierende Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. Laut Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit wird das gesamtwirtschaftliche Arbeitskräfteangebot bis zum Jahr 2025 um insgesamt 6,7 Millionen Personen abnehmen (IAB, 2011a). Das Niveau dieses Rückgangs könnte nur dann auf 3,5 Millionen Personen etwa halbiert werden, wenn es gelänge, die auf gesamtwirtschaftlicher Ebene noch vorhandenen Arbeitsmarktpotenziale von Frauen, Arbeitslosen sowie Teilzeiterwerbstätigen deutlich besser als bislang zu aktivieren. Um konkrete Handlungsnotwendigkeiten für eine einzelne Branche erkennen und passende Strategien entwickeln zu können, muss jedoch deren spezifische Situation analysiert werden. Der vorliegende Text bildet eine Aktualisierung der Studie von Koppel (2012), untersucht auf Basis von Sonderauswertungen des Mikrozensus1 die demografische Situation im Rohrleitungs- und Brunnenbau (RuB) und zeigt, dass die obigen, gesamtwirtschaftlich sinnvollen Strategien für die RuB-Branchen keinen nennenswerten Erfolg versprechen. Vielmehr müssen hier spezielle Wege der Personalrekrutierung, -entwicklung und -bindung beschritten werden.

Studie für den Rohrleitungsbauverband

Oliver Koppel: Der Arbeitsmarkt im Rohrleitungs- und Brunnenbau – Zwischen Arbeitskräfteengpässen und demografischen Herausforderungen

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Bautätigkeit
IW-Nachricht, 23. Mai 2017

Michael Voigtländer Immer noch zu wenige Wohnungen Arrow

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Jahr bundesweit knapp 278.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Das ist ein Plus von mehr als 12 Prozent und wirkt auf den ersten Blick erfreulich. Allerdings werden viel mehr Wohnungen benötigt. mehr

MINT-Frühjahrsreport 2017
Gutachten, 10. Mai 2017

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke MINT-Frühjahrsreport 2017Arrow

Die Erwerbstätigkeit von MINT-Akademikern ist von 2011 - 2014 um 10,6 Prozent gestiegen. Diese Entwicklung wurde von Zuwanderung, einem höheren Frauenanteil und mehr Älteren begünstigt. Weniger günstig entwickelte sich die Erwerbstätigkeit von beruflich qualifizierten MINT-Fachkräften. mehr

10. Mai 2017

Christina Anger MINT macht’sArrow

Wer naturwissenschaftlich oder technisch ausgebildet ist, hat in Deutschland wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Menschen mit anderen Qualifikationen. Das gilt auch für Zuwanderer. mehr auf iwd.de