Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die Schwächen des Finanzsektors offengelegt und daher neue Regulierungsinitiativen eingeleitet. Insbesondere Basel III zielt darauf ab, die Robustheit der Banken zu stärken und damit die Gefahr künftiger Krisen zu reduzieren. Dies soll insbesondere durch eine Ausweitung der risikogewichteten Eigenkapitalanforderungen, eine ungewichtete Eigenkapitalquote sowie durch neue zu erfüllende Liquiditätskennziffern erreicht werden. Wenig zweifelhaft ist, dass die neuen Regeln eine höhere Stabilität des Finanzsystems gewährleisten können. Offen ist jedoch noch, wie sich die neuen Regeln auf die Kreditvergabe und damit auf die Fremdkapitalversorgung der Realwirtschaft auswirken.

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie die neuen Finanzmarktregulierungen die Finanzierung der Bauwirtschaft sowie die öffentlichen Bauherren beeinflussen. Die Finanzierung der Bauwirtschaft ist entscheidend für die Umsetzung von Bauinvestitionen, und öffentliche Bauherren repräsentieren rund 15 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Baunachfrage. Um die Auswirkungen der Finanzmarktregulierungen eruieren zu können, wurde zunächst ausführlich der Status quo analysiert. Insbesondere um die Finanzierungssituation der sehr kleinteiligen Bauwirtschaft darstellen zu können, wurde auf eine Vielzahl an Datenquellen zurückgegriffen. So sind in die Analyse zum Beispiel Daten der USTAN-Datenbank der Deutschen Bundesbank eingeflossen, in der Bilanzdaten einer Vielzahl von Unternehmen gesammelt werden. Darüber hinaus wurde eine eigene Befragung durchgeführt, um auch die Finanzierungssituation kleiner Bauunternehmen abbilden zu können.

Gutachten für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Michael Voigtländer / Ralph Henger / Michael Schier / Heide Haas / Daniel Bendel: Konsequenzen veränderter Finanzierungsbedingungen für die Bauwirtschaft

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Gute Stimmung trotz Krisengerede
IW-Kurzbericht, 17. März 2017

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Erst kürzlich wurden Warnungen laut, dass der Immobilienmarkt überhitzt sei und gerade in den Großstädten ein erhebliches Korrekturpotenzial vorliegt. Die Immobilienbranche ist davon jedoch unbeeindruckt. Mit einem Wert von 85 wird die Lage immer noch als sehr gut bewertet, und der Wert für die Erwartungen ist sogar um 9 Punkte auf 20 gestiegen. mehr

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IW-Report, 6. März 2017

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Mit dem „Entwurf eines Gesetzes zur Ergänzung des Finanzdienstleistungsaufsichtsrechts im Bereich der Maßnahmen bei Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems“ will die Bundesregierung nun die Möglichkeit schaffen, makroprudenzielle Instrumente in der Wohnimmobilienfinanzierung einzusetzen. Michael Voigtländer hat dazu eine Stellungnahme verfasst. mehr

Wohneigentumsförderung
IW-Pressemitteilung, 2. März 2017

Wohneigentumsförderung Neue Grunderwerbsteuer muss herArrow

Wohneigentum ist ein wichtiger Teil der Altersvorsorge. Doch trotz niedriger Zinsen bleibt die Bundesrepublik ein Land der Mieter. Grund dafür sind neben dem mangelnden Angebot an Immobilien auch die hohen Eigenkapitalanforderungen und die erheblichen Kaufnebenkosten. Dabei gäbe es Wege aus dem Dilemma, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). mehr