Eine solide konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, die hohe Zuwanderung aus Süd- und Osteuropa, steigende Preise und die derzeit besonders günstigen Zinsen für Immobilienkredite tragen zu einer hohen Nachfrage nach Gewerbeimmobilien bei. Die sieben großen A-Städte in Deutschland sind dabei für Investoren die erste Anlaufstelle, wenn es um Büro- und Einzelhandelsimmobilien geht. Durch die häufig einseitige Fokussierung der Investitionen auf die deutschen Top-7-Städte, die nicht zuletzt auch auf Erfahrungen aus Ländern wie Frankreich oder Großbritannien beruht, werden die Potenziale alternativer deutscher Standorte für Büro- und Einzelhandelsimmobilien jedoch vernachlässigt. Die demografische und ökonomische Disposition Deutschlands ergibt ein Bild, das sich von dem anderer europäischer Länder unterscheidet. Die wesentliche wirtschaftliche Aktivität findet nicht nur in Berlin, München oder Hamburg statt, sondern auch an Standorten wie Hannover, Bonn oder Münster. Diese sogenannten B-Städte tragen in einem beachtenswerten Ausmaß zu der wirtschaftlichen Stärke Deutschlands bei, auch im Bereich der Büro- und Einzelhandelsimmobilien.

B-Städte verfügen über beachtliche Potenziale, die viele Investoren bislang häufig ungenutzt lassen, was sich vor allem an der geringeren Anzahl der Transaktionen und der Projektentwicklungen zeigt. Die Finanzkrise bewältigten sie im Durchschnitt wesentlich robuster als die A-Städte. Dies lässt sich sowohl an der dynamischeren Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts als auch an den Erfolgen der B-Städte auf den Arbeitsmärkten erkennen. Die regen Zuwächse in der Bürobeschäftigung lassen dort bisher ungenutzte Potenziale erahnen. Bei niedrigen Leerstandsquoten und gleichzeitig dynamischen und auch starken Entwicklungen der Durchschnitts- und Spitzenmieten sowie der Nettorenditen stellen B-Städte attraktive Alternativen für Investoren dar. Bei zukünftigen Investitionsentscheidungen sollte das Interesse daher zunehmend auch diesen Städten gelten.