Besonders viele Vermieter finden sich in Baden-Württemberg mit einer Quote von 15,1 Prozent, die geringste Quote weist Sachsen-Anhalt mit 2,6 Prozent auf. Mit ihren breit gefächerten und individuellen Angeboten tragen die privaten Vermieter in entscheidender Weise zur Akzeptanz des Mietwohnungsmarktes bei.

Private Kleinvermieter finden sich in allen gesellschaftlichen Gruppen. Freiberufler und Selbständige sind mit knapp 14 Prozent zwar im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überrepräsentiert, aber die größten Gruppen stellen Rentner und Angestellte mit jeweils mehr als 30 Prozent. Auch hinsichtlich des Einkommens gibt es eine breite Streuung. Immerhin 6 Prozent der einkommensschwächsten Haushalte vermieten Wohneigentum, unter den 20 Prozent einkommensstärksten Haushalten sind es 21 Prozent. Auffällig ist darüber hinaus, dass private Vermieter deutlich älter sind als die Gesamtbevölkerung. 28 Prozent der Kleinvermieter sind über 65 Jahre alt. Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind zwar in den letzten Jahren gestiegen, aber nur wenige Vermieter können ihr Einkommen hierdurch entscheidend erhöhen. Bei 53 Prozent der Vermieter betragen die Nettoeinkünfte weniger als 5.000 Euro pro Jahr, bei knapp 20 Prozent liegen die Einkünfte bei mehr als 10.000 Euro pro Jahr.

Auch in Köln und Düsseldorf ist die Zahl der Vermieter gestiegen, wobei die Entwicklung im Zeitablauf durch den Zensus und die damit verbundene Anpassung der Bevölkerungszahlen verzerrt ist. Die Zahl der vermietenden Haushalte beträgt in Düsseldorf rund 15.200, in Köln sind es etwa 25.800. Durchschnittlich bewirtschaften die Vermieter 6,3 (Köln) bzw. 6,9 (Düsseldorf) Wohnungen.

Auffällig ist, dass die Zahl der Vermieter trotz bester Voraussetzungen aufgrund des Niedrigzinsumfelds, der Konjunktur und der starken Wohnungsnachfrage am aktuellen Rand stagniert. Allerdings nehmen auch die Belastungen für private Kleinvermieter zu. Hier sind sowohl u. a. die finanziellen Belastungen aus energetischen Modernisierungen als auch die zunehmenden Regulierungen wie etwa die Mietpreisbremse oder Erhaltungssatzungen (Milieuschutz) zu nennen. Angesichts der großen Diversität der Vermieter ist daher eine Politik mit mehr Augenmaß gefordert, damit es Deutschland nicht wie anderen Ländern geht, in denen private Vermieter durch steigende Anforderungen und Regulierungen letztlich aus dem Markt gedrängt worden sind.

Gutachten für den Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 und Haus und Grund Düsseldorf und Umgebung

Michael Voigtländer / Björn Seipelt: Perspektiven für private Kleinvermieter

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Präsentation

Michael Voigtländer: Perspektiven für private Kleinvermieter

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Ansprechpartner

Ideen für eine bessere Wohnungspolitik
Gutachten, 16. Oktober 2017

Michael Voigtländer / Ralph Henger Ideen für eine bessere WohnungspolitikArrow

Die Mieten und Preise in den Großstädten steigen stetig weiter und belasten zunehmend die Haushalte. Ursächlich hierfür ist ein starker Zuzug in die Städte und eine zu geringe Bautätigkeit. Um den Markt wieder zu entspannen, bedarf es daher einer deutlichen Ausweitung der Bautätigkeit, etwa über die Erschließung neuer Stadtviertel. Allerdings braucht dies Zeit, weshalb alternative Konzepte benötigt werden. mehr

Wohngeld
IW-Nachricht, 5. Oktober 2017

Ralph Henger / Judith Niehues Das Wohngeld muss zukunftsfest werden Arrow

Nach der Erhöhung des Wohngeldes ist die Zahl der Wohngeldempfänger zuletzt deutlich angestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt heute berichtet. Die Reform im vergangenen Jahr war überfällig, reicht aber längst nicht aus. Das Wohngeld sollte weiter gestärkt werden. mehr

IW-DREF-Studentenwohnpreisindex
Gutachten, 2. Oktober 2017

Philipp Deschermeier / Björn Seipelt / Michael Voigtländer StudentenwohnpreisindexArrow

Die stetige Zunahme der Studentenzahlen sowie der Zuzug anderer Bevölkerungsgruppen aus dem In- und Ausland haben zu einer deutlichen Verschärfung der Situation am Wohnungsmarkt geführt. Die Folge sind teils rasant steigende Wohnkostenbelastungen, wie der neue Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und der Deutschen Real Estate Funds in Kooperation mit ImmobilienScout24 zeigt. mehr