Obwohl Deutschland als stark exportorientiertes Industrieland auf offene Märkte angewiesen ist, wird in der Energiepolitik über eine Verringerung des Bedarfs von Energieimporten diskutiert. Hintergrund ist die vermeintlich zu große Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Import von Energierohstoffen und den damit verbundenen Preisschwankungen. Dem steht allerdings gegenüber, dass Deutschland indirekt auch von Energiepreissteigerungen profitiert. Denn die Energieexporteure steigern bei hohen Einnahmen erfahrungsgemäß ihre Nachfrage nach deutschen Exporten. Daher wird landläufig auch von dem sogenannten Petro-Dollar-Recycling gesprochen. Der jüngste Energiepreisverfall bei den fossilen Energien führt zwar bei Konsumenten zu Kaufkraftvorteilen und bei einigen Wirtschaftsbranchen zu kostengünstigeren Importen. Er lässt jedoch auch die Frage aufkommen, wie stark deutsche Exporte im Zuge des verminderten Petro-Dollar-Recyclings davon betroffen sind. Dieses Gutachten gibt darauf eine erste Antwort, soweit die Datenlage das bisher zulässt.

Gutachten für den Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie und für die Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland

Michael Grömling / Galina Kolev / Jürgen Matthes: Auswirkungen des Energiepreisverfalls auf den deutschen Außenhandel

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14. November 2017

Cornelius Bähr M+E-Industrie: Wettbewerb im WandelArrow

Durch die Globalisierung wurden die Karten auf den Gütermärkten neu gemischt. In der Metall- und Elektro-Industrie konnten neue Wettbewerber substanziell Marktanteile hinzugewinnen. Deutschland hat durch eine hohe Exportorientierung und eine starke Integration in grenzüberschreitende Produktionsnetzwerke seine gute Position gehalten. mehr auf iwd.de

Auch EU-Partner profitieren vom deutschen US-Exporterfolg
IW-Kurzbericht, 5. Oktober 2017

Manuel Fritsch / Galina Kolev / Jürgen Matthes Auch EU-Partner profitieren vom deutschen US-ExporterfolgArrow

Im Rahmen der Debatte über das US-Leistungs­bilanzdefizit fokussiert Donald Trump seine Kritik immer wieder auf Deutschland. Doch im Fall eines Handelskriegs wäre Deutschland nicht allein davon betroffen. Denn in den EU-Partnerländern hängen hunderttausende Arbeitsplätze über die Vorleistungsverflechtung an den deutschen US-
Exporten. mehr

29. August 2017

Matthias Diermeier / Henry Goecke / Adriana Neligan Riskante RohstoffquellenArrow

Vor allem die deutsche Industrie ist auf Rohstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Wert dieser Importe hat sich zwischen 1995 und 2011 verfünffacht. Auch der Anteil der Einfuhren aus politisch und wirtschaftlich besonders risikobehafteten Ländern ist gestiegen – auf mittlerweile deutlich über 60 Prozent. mehr auf iwd.de