Obwohl Deutschland als stark exportorientiertes Industrieland auf offene Märkte angewiesen ist, wird in der Energiepolitik über eine Verringerung des Bedarfs von Energieimporten diskutiert. Hintergrund ist die vermeintlich zu große Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Import von Energierohstoffen und den damit verbundenen Preisschwankungen. Dem steht allerdings gegenüber, dass Deutschland indirekt auch von Energiepreissteigerungen profitiert. Denn die Energieexporteure steigern bei hohen Einnahmen erfahrungsgemäß ihre Nachfrage nach deutschen Exporten. Daher wird landläufig auch von dem sogenannten Petro-Dollar-Recycling gesprochen. Der jüngste Energiepreisverfall bei den fossilen Energien führt zwar bei Konsumenten zu Kaufkraftvorteilen und bei einigen Wirtschaftsbranchen zu kostengünstigeren Importen. Er lässt jedoch auch die Frage aufkommen, wie stark deutsche Exporte im Zuge des verminderten Petro-Dollar-Recyclings davon betroffen sind. Dieses Gutachten gibt darauf eine erste Antwort, soweit die Datenlage das bisher zulässt.

Gutachten für den Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie und für die Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland

Michael Grömling / Galina Kolev / Jürgen Matthes: Auswirkungen des Energiepreisverfalls auf den deutschen Außenhandel

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Ansprechpartner

29. August 2017

Matthias Diermeier / Henry Goecke / Adriana Neligan Riskante RohstoffquellenArrow

Vor allem die deutsche Industrie ist auf Rohstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Wert dieser Importe hat sich zwischen 1995 und 2011 verfünffacht. Auch der Anteil der Einfuhren aus politisch und wirtschaftlich besonders risikobehafteten Ländern ist gestiegen – auf mittlerweile deutlich über 60 Prozent. mehr auf iwd.de

CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in Europa – ein Kompendium
Gutachten, 9. August 2017

Thomas Puls CO2-Regulierung des Straßenverkehrs in EuropaArrow

Der Verkehrssektor steht bei der Dekarbonisierung vor besonderen Herausforderungen, denn der Bedarf an Mobilität von Personen und Gütern nimmt global rasant zu, vor allem in den aufstrebenden Schwellenländern. Aufgrund seiner Schlüsselstellung für die Mobilität wird die künftige Kohlendioxid-Regulierung von Pkw und Lkw eine gewichtige Rolle für die Klimapolitik spielen. mehr

2. August 2017

Carsten Ruge M+E-Industrie bleibt Exportbranche Nummer einsArrow

Die wichtigste Exportbranche in Deutschland ist weiterhin die Metall- und Elektro-Industrie: Waren im Wert von 723 Milliarden Euro haben die M+E-Unternehmen 2016 im Ausland verkauft – 1 Prozent mehr als 2015. Damit hat sich der Zuwachs nach 3,2 Prozent im Jahr 2014 und 7,3 Prozent im Jahr 2015 allerdings deutlich verlangsamt. Größter Exportmarkt sind nach wie vor die USA, gefolgt von Frankreich und China. mehr auf iwd.de