Obwohl Deutschland als stark exportorientiertes Industrieland auf offene Märkte angewiesen ist, wird in der Energiepolitik über eine Verringerung des Bedarfs von Energieimporten diskutiert. Hintergrund ist die vermeintlich zu große Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft vom Import von Energierohstoffen und den damit verbundenen Preisschwankungen. Dem steht allerdings gegenüber, dass Deutschland indirekt auch von Energiepreissteigerungen profitiert. Denn die Energieexporteure steigern bei hohen Einnahmen erfahrungsgemäß ihre Nachfrage nach deutschen Exporten. Daher wird landläufig auch von dem sogenannten Petro-Dollar-Recycling gesprochen. Der jüngste Energiepreisverfall bei den fossilen Energien führt zwar bei Konsumenten zu Kaufkraftvorteilen und bei einigen Wirtschaftsbranchen zu kostengünstigeren Importen. Er lässt jedoch auch die Frage aufkommen, wie stark deutsche Exporte im Zuge des verminderten Petro-Dollar-Recyclings davon betroffen sind. Dieses Gutachten gibt darauf eine erste Antwort, soweit die Datenlage das bisher zulässt.

Gutachten für den Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie und für die Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland

Michael Grömling / Galina Kolev / Jürgen Matthes: Auswirkungen des Energiepreisverfalls auf den deutschen Außenhandel

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IWF-Kritik: Suche nach einer Geschichte
Gastbeitrag, 19. Juni 2017

Michael Hüther im Wirtschaftsdienst IWF-Kritik: Suche nach einer GeschichteArrow

Folgt man der Berichterstattung, dann muss man den Eindruck gewinnen, der Internationale Währungsfonds (IWF) habe sich in seinem Deutschland-Bericht (Artikel IV Konsultationen) vom Mai 2017 ausschließlich mit dem Leistungsbilanzüberschuss beschäftigt, um daraus die Empfehlung höherer staatlicher Kreditaufnahme abzuleiten. mehr

Deutsche Investitionen im Fokus der internationalen Politik
IW-Kurzbericht, 7. Juni 2017

Michael Grömling Deutsche Investitionen im Fokus der internationalen PolitikArrow

Die hohen deutschen Leistungsbilanzüberschüsse werden heftig kritisiert. Als Erklärung wird unter anderem eine zu schwache Investitionstätigkeit in Deutschland angeführt. Dieser Zusammenhang ignoriert jedoch die Internationalisierung der Investitions- und Produktionsstandorte sowie intertemporale Spar- und Investitionsentscheidungen. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de