Wie in den Berichten der Vorjahre ist die Darstellung im M+E-Strukturbericht anhand dreier Fragestellungen gegliedert:

  • Wie ist die Position der M+E-Industrie im nationalen und internationalen Wettbewerb zu bewerten?
  • Wie stellt sich die M+E-Industrie in Bezug auf wichtige Erfolgsfaktoren im weltweiten Strukturwandel ein?
  • Wie ist die Standortqualität für die deutsche M+E-Industrie im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbern zu bewerten?

Für die Untersuchungen und Darstellungen gelten – wo nicht ausdrücklich anders genannt – die
folgenden Abgrenzungen:

  • Die „M+E-Industrie“ wird nach der Definition von Gesamtmetall1 abgegrenzt. Wo dies aufgrund der Datenverfügbarkeit nicht möglich ist, wird die „M+E-Wirtschaft“ betrachtet, die auch kleine Betriebe (mit weniger als 20 Beschäftigten) und die Stahlerzeugung einschließt.
  • Die Jahre 2000 bis 2016 (oder das jeweils letzte statistisch verfügbare Jahr) bilden den Untersuchungszeitraum.
  • In den internationalen Vergleichen werden die 44 wichtigsten M+E-Länder weltweit (im Bericht bezeichnet als G44) betrachtet. Diese werden entlang zweier Dimensionen nach europäischen und außereuropäischen sowie nach traditionellen und neuen Wettbewerbern unterteilt.

Die deutsche M+E-Industrie zeigte im Jahr 2016 ein relativ geringes Umsatzwachstum. Absolut und relativ war der Zuwachs der kleinste seit 2013. Die Entwicklung war aber dennoch besser als in den Nicht-M+E-Industriebranchen. Es gelang der M+E-Industrie zudem, sich weiterhin auf den internationalen Märkten zu behaupten. Dabei helfen ihre traditionellen Stärken: internationale Vernetzung, Forschung, Entwicklung und Innovation sowie ein guter Ausbildungsstand der Mitarbeiter. Die Spezialisierung auf Medium-Hightech-Produkte und das breite und komplexe Produktportfolio unterstützen die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Vom Erfolg der deutschen M+E-Wirtschaft auf den In- und Auslandsmärkten profitieren auch ihre Zulieferer. Durch die Herstellung von M+E-Produkten entstehen auch in anderen Wirtschaftszweigen in Deutschland und Europa Wertschöpfung und Beschäftigung.

Gutachten der IW Consult für den Arbeitgeberverband Gesamtmetall

Karl Lichtblau / Cornelius Bähr / Manuel Fritsch / Thorsten Lang / Agnes Millack: Vierter Strukturbericht für die M+E-Industrie in Deutschland

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Ansprechpartner

13. September 2017

Hubertus Bardt Autonomes Fahren: Kennzeichen DArrow

Erst Dieselgate, dann der Verdacht auf Kartellabsprachen – an Negativschlagzeilen herrscht für VW und Co. schon seit geraumer Zeit kein Mangel. Die Besorgnis wächst, dass Deutschlands wichtigster Industriezweig im internationalen Wettbewerb unter die Räder geraten könnte. Hoffnung macht ausgerechnet jener technologische Trend, von dem es immer noch heißt, die hiesigen Autobauer würden ihn verschlafen: das autonome Fahren. mehr auf iwd.de

7. September 2017

Klaus-Heiner Röhl M+E-Industrie: Fünf Schwergewichte in EuropaArrow

Mehr als die Hälfte der Industriebeschäftigten in der EU arbeitet in der M+E-Industrie – 15,3 Millionen Menschen sind in den verschiedenen Branchen tätig. Allerdings sind sie nicht gleichmäßig auf die 28 Mitgliedsstaaten verteilt. Vielmehr ist die M+E-Industrie im Wesentlichen auf fünf Länder konzentriert. Deutschland liegt an der Spitze. mehr auf iwd.de

Interview, 30. August 2017

Michael Hüther auf Focus Online Mit diesen Reformen bekommen wir dauerhaft VollbeschäftigungArrow

Ob Rente, Steuern oder Gesundheit: In Deutschland gibt es großen Reformbedarf. Focus Online hat führende Ökonomen gefragt, welche Probleme die Bundesregierung nach der Wahl anpacken muss. IW-Direktor Michael Hüther benennt die drängendsten Probleme und gibt Handlungsempfehlungen. mehr