Offene Märkte haben sich gerade für Deutschland seit Jahrzehnten als Erfolgsrezept erwiesen. In den vergangenen Jahren kommt jedoch auf globaler Ebene ein neuer Trend zum Protektionismus auf, der für die deutsche Wirtschaft auf Dauer von erheblichem Nachteil sein kann. Sorgen bereitet auch, dass die Welthandelsorganisation (WTO) massiv an Handlungsfähigkeit eingebüßt hat. Dahinter steht auch, dass das Image von Marktwirtschaft und Globalisierung durch die globale Finanzkrise erheblichen Schaden genommen hat. Vor allem einige Schwellenländer haben zu protektionistischen Maßnahmen gegriffen. Doch auch in Deutschland findet die Kritik einen Nährboden. Das zeigt besonders die in Teilen überzogen kritische Diskussion über TTIP und CETA, die Handelsabkommen der EU mit den USA und Kanada. Globalisierungskritiker spielen dabei geschickt auf der Klaviatur der Sorgen, die viele Menschen hierzulande umtreiben. Bei TTIP geht es daher auch um die Deutungshoheit in der Debatte um Globalisierung und Kapitalismus. Dazu ist eine sachorientierte Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen nötig.

Diese Studie gibt in Kapitel 3 zunächst einen Überblick über die ökonomischen Vorteile von Freihandel und Globalisierung. In Kapitel 4 werden die große Offenheit und die Exporterfolge der deutschen Wirtschaft vorgestellt Die Argumentation wird dabei unterstützt durch einen Rückblick auf die Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit, die durch eine bewusste Strategie der Handelsliberalisierung geprägt war. Deutschland ist wegen seiner starken Exportorientierung auf offene Märkte angewiesen. Umso mehr stimmen die in Kapitel 5 dokumentierte Zunahme des Protektionismus und die stockende multilaterale Liberalisierung nachdenklich. Kapitel 6 fokussiert auf die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) und stellt die Chancen und Risiken in abgewogener Weise dar.

Gutachten für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Jürgen Matthes: Erfolgsfaktor offene Märkte – Gefahren durch Protektionismus und TTIP-Debatte

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IW-Report
IW-Report, 18. September 2017

Daniel Bendel / Markus Demary / Michael Voigtländer How do higher interest rates impact companies’ financial situation?Arrow

Companies’ access to finance has an important impact on their profitability and growth prospects. Without external financing, most firms are not able to invest, which is a prerequisite for economic growth. Unlike in the US, which has a capital market-based financial system, banks are the dominant lenders for firms in the Eurozone. mehr

14. September 2017

Interview mit Markus J. Beyrer „Die Freiheiten in der EU fallen nicht von den Bäumen“Arrow

Die künftige Bundesregierung muss die Fahne des Freihandels hochhalten und sollte den vorhandenen finanziellen Spielraum für mehr Investitionen nutzen, sagt Markus J. Beyrer im iwd-Interview. Der Österreicher ist Generaldirektor der europäischen Vereinigung der Industrie- und Arbeitgeberverbände BusinessEurope, zu dessen Mitgliedern die deutschen Organisationen BDA und BDI gehören. mehr auf iwd.de

Cybersicherheit
IW-Nachricht, 13. September 2017

Barbara Engels Cybersicherheit: Überfällige AnpassungenArrow

Die wirtschaftlichen Schäden durch Cyberattacken haben sich in den vergangenen vier Jahren verfünffacht. Inzwischen vergeht keine Woche mehr, in der nicht ein prominentes Unternehmen gehackt wird. Die Europäische Kommission reagiert jetzt mit einer Neuauflage ihrer Cybersicherheitsstrategie – ein dringend nötiger Schritt. mehr