Pharmaunternehmen sind auf jeder Stufe der pharmazeutischen Wertschöpfungskette tätig – sie forschen, entwickeln und produzieren in Deutschland und vertreiben von hier aus ihre Produkte im Inland und Ausland. Dabei schaffen sie hochwertige Arbeitsplätze und erwirtschaften eine hohe Wertschöpfung. Mit ihren Innovationen leisten die Unternehmen nicht nur einen positiven wirtschaftlichen Beitrag zu Wohlstand und Beschäftigung. Vielmehr wirken sie erheblich an einer besseren Gesundheitsversorgung mit und erhöhen die Lebensqualität von Patientinnen und Patienten. 

In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Pharmaindustrie auch in einem durch politische Unwägbarkeiten, wachsende geostrategische Unsicherheiten und eine schwächelnde Weltkonjunktur geprägten wirtschaftlichen Umfeld stabil. Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende weltweite Konjunktureinbruch im Jahr 2020 trifft die exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders schwer. Im Vergleich zu dieser Gesamtentwicklung schneidet die exportstarke Pharmaindustrie gut ab: Im ersten Halbjahr 2020 ist der Wert der ausgeführten pharmazeutischen Erzeugnisse weiter gestiegen, während die deutschen Exporte insgesamt eingebrochen sind. Insgesamt lassen die aktuellen Entwicklungen anderer ökonomischer Kennzahlen vermuten, dass die Branche, wie schon in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009, auch in der Corona-Krise zur Stabilisierung der Wirtschaft und damit von Beschäftigung und Wohlstand am Standort Deutschland beitragen kann.