Im BDI-Energiewende-Navigator wird wie in den Vorjahren der Umsetzungsstand der Energiewende in fünf Dimensionen der Energiepolitik analysiert. Er ist kein Blick in die Zukunft, sondern bildet den Status Quo anhand verfügbarer, realer Daten des letzten vollständigen Kalenderjahres ab, in der Regel also von 2013. Der BDI-Energiewende-Navigator weist im dritten Jahr seiner Erhebung insgesamt einen negativen Entwicklungstrend auf. In drei von fünf Dimensionen fällt die Bewertung schlechter aus als im Vorjahr: in der Klima- und Umweltverträglichkeit, in der Wirtschaftlichkeit sowie in der Innovation. Bei Akzeptanz und Versorgungssicherheit blieb die Bewertung im Wesentlichen konstant. Ein wesentlicher Treiber der gesamten Entwicklung ist der steigende Primärenergieverbrauch, der in direktem Zusammenhang mit verschiedenen anderen Indikatoren steht, z. B. der Energieproduktivität oder dem Endenergieverbrauch, und auch den Ausstoß von Treibhausgas (THG) maßgeblich beeinflusst. Der größte Anteil am steigenden Primärenergieverbrauch entfällt auf die Haushalte und den Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen (GHD). Nach Energieträgern betrachtet ist vor allem der Verbrauch an Erdgas und Steinkohle gewachsen.

Gutachten für den Bundesverband der Deutschen Industrie

IW Consult: BDI-Energiewende-Navigator 2014 – Monitoring zur Umsetzung der Energiewende

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IW-Kurzbericht, 12. Oktober 2017

Thilo Schaefer EEG-Umlage: Verursacherprinzip geht anders!Arrow

Die EEG-Umlage wird die Stromverbraucher im kommenden Jahr weiterhin stark belasten. Die zukünftige Bundesregierung muss sich in der kommenden Legislaturperiode der Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien annehmen. mehr

7. August 2017

Benjamin Tischler Seltene Erden: Auf der Suche nach AlternativenArrow

Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de