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In Deutschland sind laut Statistik 1,66 Millionen Ingenieure erwerbstätig. Nur gut die Hälfte von ihnen ist in einem traditionellen Ingenieurberuf beschäftigt. Fast jeder zweite Ingenieur arbeitet in anderen Bereichen, beispielsweise als Hochschulprofessor oder in der Leitung eines Hochtechnologieunternehmens. So erstaunt es nicht, dass der häufigste Bildungshintergrund von Geschäftsführern in der Industrie ein Studienabschluss in den Ingenieurwissenschaften ist und nicht etwa in den Wirtschaftswissenschaften. Auch in der staatlichen Verwaltung kommen Ingenieure zum Einsatz, so in Bauämtern und Prüfbehörden. Als Berater entwickeln sie Lösungen für technische Fragestellungen.

Blendet man diese Bereiche, in denen eine substanzielle Nachfrage nach Ingenieuren besteht, fälschlicherweise aus der Betrachtung aus, so ergäbe sich ein Ingenieurbedarf, der mit der heutigen Zahl an Ingenieurabsolventen leicht zu decken wäre. Sollen diese Berufe aber auch zukünftig in gleichem Umfang wie bisher von Ingenieuren ausgeübt werden, so ergibt sich ein jährlicher Ersatzbedarf von etwa 40.000 Ingenieuren. Zusammen mit einem jährlichen Expansionsbedarf aufgrund des technologischen Fortschritts von rund 40.000, ergibt dies einen jährlichen Gesamtbedarf von etwa 80.000 Absolventen. Dieser wird aber bei den aktuellen Erstabsolventenzahlen der Hochschulen nicht gedeckt.

Daher ist es von positiver Bedeutung, dass Deutschland ein beliebtes Zielland der Migration von Fachkräften ist. Der Ingenieurarbeitsmarkt in Deutschland wird zunehmend international. 159.000 Ingenieure mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind mittlerweile in Deutschland erwerbstätig. Rund 70 Prozent dieser Ingenieure haben eine europäische Nationalität. Innerhalb Europas sind osteuropäische Nationalitäten besonders stark vertreten, außerhalb Europas sind es China, Indien und Iran.

Deutschland ist ein Land mit einer traditionellen Stärke in den Ingenieurwissenschaften. Wie stark das „Geschäftsmodell Deutschland“ auf seine Ingenieure angewiesen ist, zeigt der Blick auf ihren Wertschöpfungsbeitrag. Mit rund 211 Milliarden Euro macht er über 70 Prozent des Bundesetats 2014 aus.

Studie

Oliver Koppel: Ingenieure auf einen Blick 2014 – Erwerbstätigkeit, Migration, Regionale Zentren

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Ansprechpartner

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Deutsche Unternehmen haben auch an ihren Auslandsstandorten oft damit zu kämpfen, dass es an beruflich qualifizierten Mitarbeitern mangelt. Was die Betriebe dagegen tun können, zeigt das IW Köln am Beispiel von sechs Schwellenländern. mehr auf iwd.de

2. Oktober 2017

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Gutachten
Gutachten, 28. September 2017

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Die vorliegende Studie untersucht die Ausbildungsstrategien deutscher Unternehmen in Schwellenländern. Anhand teilstrukturierter Interviews wird exemplarisch auf die Erfahrungen von 16 Unternehmen in sechs Ländern eingegangen, um daraus ableitend Handlungsempfehlungen für die Ausbildung und Fachkräftesicherung im Ausland zu formulieren. mehr