Durch die Teilnahme Deutschlands an internationalen Schülerleistungsvergleichen wurden dem deutschen föderalen Schulsystem einige Mängel bei der Vermittlung von Kompetenzen bescheinigt. Diese Befunde signalisierten Handlungsbedarfe auf unterschiedlichen Ebenen des bildungspolitischen Handelns, auf die die Länder der Bundesrepublik Deutschland gemäß ihrer Hoheitsrechte nach Art. 30 GG mit einer Reihe von Aktivitäten geantwortet haben.

Das vorliegende Gutachten Politik-Check Schule 2013 geht von der Hypothese aus, dass staatliche Regelungen Motive und Handeln der Akteure im Bildungswesen und damit Verlauf und Ergebnisse von Bildungsprozessen beeinflussen. Das Leitbild staatlicher Regelungen ist dabei die effektive und effiziente Förderung und Unterstützung der Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Schulsystems, der Sicherung des Schülerleistungsniveaus sowie des Herstellens von Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem. Auf dieser Basis untersucht und bewertet die Studie, ob und inwieweit die Länder die notwendigen Reformschritte vorgegeben, eingeleitet und umgesetzt haben. Nicht untersucht wird die tatsächliche Leistungsfähigkeit und Qualität des Schulwesens sowie der Wirkungsgrad der Reformen.

Gutachten im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Ina Esselmann / Mira Fischer / Helmut E. Klein: Politik-Check Schule 2013 – Eine Bestandsaufnahme aktueller bildungspolitischer Aktivitäten der Länder der Bundesrepublik Deutschland zur Reform des allgemeinbildenden Schulsystems

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Der Anteil der Abiturienten unter den Schulabgängern steigt seit vielen Jahren an. Inzwischen erwirbt mehr als die Hälfte eines Jahrgangs die Hochschulzugangsberechtigung und die Anzahl der Studienanfänger hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Gleichzeitig brechen 29 Prozent ihr Studium vorzeitig ab. Das zeigt, dass die Entscheidung für ein Studium nicht für alle Studienanfänger optimal ist. mehr

IW-Kurzbericht, 29. September 2017

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