Der Strommarkt wird in Deutschland zunehmend durch staatliche Steuerung geprägt. Dies zeigt sich in direkten Interventionen wie dem Einspeisevorrang erneuerbarer Energien, Abschaltver-boten für fossile Anlagen oder der Stilllegung von Kernkraftwerken, mit der der gesellschaftlich gewünschte Ausstieg aus der Kernenergie umgesetzt wird. Mit dem zunehmenden Anteil er-neuerbarer Energien im Strommarkt, die nach dem EEG gefördert werden, droht eine weitere Zunahme marktfern produzierter Angebote.

Die zunehmende Staatsnähe spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Preise wider. So steigt der Anteil der Staatslasten am Strompreis von heute rund 50 Prozent bis 2018 in den Hochkostenszenarien in die Nähe der 60 Prozent-Marke. Gleichzeitig droht der Strompreis bei konstantem Nettopreis für Industrieunternehmen um bis zu 20 Prozent anzusteigen. Hinter-grund sind vor allem die hohen staatlichen Abgaben, die schon 2014 ein Volumen von deutlich über 30 Milliarden Euro erreicht haben.