Der Strommarkt wird in Deutschland zunehmend durch staatliche Steuerung geprägt. Dies zeigt sich in direkten Interventionen wie dem Einspeisevorrang erneuerbarer Energien, Abschaltver-boten für fossile Anlagen oder der Stilllegung von Kernkraftwerken, mit der der gesellschaftlich gewünschte Ausstieg aus der Kernenergie umgesetzt wird. Mit dem zunehmenden Anteil er-neuerbarer Energien im Strommarkt, die nach dem EEG gefördert werden, droht eine weitere Zunahme marktfern produzierter Angebote.

Die zunehmende Staatsnähe spiegelt sich auch in der Zusammensetzung der Preise wider. So steigt der Anteil der Staatslasten am Strompreis von heute rund 50 Prozent bis 2018 in den Hochkostenszenarien in die Nähe der 60 Prozent-Marke. Gleichzeitig droht der Strompreis bei konstantem Nettopreis für Industrieunternehmen um bis zu 20 Prozent anzusteigen. Hinter-grund sind vor allem die hohen staatlichen Abgaben, die schon 2014 ein Volumen von deutlich über 30 Milliarden Euro erreicht haben.

Gutachten für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Hubertus Bardt / Esther Chrischilles: Strompreis-Check – Wie viel Markt steckt heute und in Zukunft im Strompreis?

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7. August 2017

Benjamin Tischler Seltene Erden: Auf der Suche nach AlternativenArrow

Für Branchen wie die Hersteller von Windkraftanlagen sind Seltene Erden ein wichtiger Rohstoff. Weltweit größter Produzent der begehrten Metalle ist China. Als das Land 2010 Exportquoten ankündigte, schossen die Preise kurzzeitig in astronomische Höhen. Im Rückblick betrachtet war diese Preis-Rallye ein wichtiger Weckruf. mehr auf iwd.de

20. Juni 2017

Interview mit Tobias Paulun „Mit einem liquiden Markt sollte man nicht spielen“Arrow

Damit die EU eines Tages eine Energieunion mit grenzüberschreitendem Handel und einer gemeinsamen Energiepolitik wird, hat die EU-Kommission in ihrem neuen „Strommarktdesign“ unter anderem vorgeschlagen, die Preiszonen im Strommarkt neu zu definieren. Was die European Energy Exchange (EEX) davon hält, erläutert Tobias Paulun, Mitglied des EEX-Vorstands, im iwd. Zunächst aber erklärt er, was die Energiebörse in Leipzig überhaupt macht. mehr auf iwd.de

19. Juni 2017

Sandra Parthie / Thilo Schaefer Auf dem Weg in die EnergieunionArrow

Die EU-Kommission will den europäischen Energiebinnenmarkt voranbringen und hat deshalb ein neues Konzept für den Strommarkt vorgeschlagen. Dazu sollen unter anderem die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus- und Staatseingriffe abgebaut werden. Um die Investitionen in weitere Netze und Erzeugungskapazitäten anzuregen, ist zudem ein neuer Zuschnitt der sogenannten Strompreiszonen in der Diskussion – ein Plan, der in Deutschland auf Widerspruch stößt. mehr auf iwd.de