In der Energiepolitik wird die Situation Deutschlands und Europas als Land und Region, welche auf den Import von Energierohstoffen angewiesen sind, immer wieder kritisiert. Teilweise wird die Energiewende mit dem Ziel begründet, Abhängigkeiten zu reduzieren und ein höheres Maß an Energieautarkie zu gewinnen. Dies steht in deutlichem Kontrast zur Rolle als Industrieland, das eng in die internationale Arbeitsteilung mit den damit verbundenen Importen und Exporten eingebunden ist.

Um die Abhängigkeit von Energieimporten zu untersuchen und einzuordnen, soll zunächst eine allgemeine Bewertung der Bedeutung internationaler Arbeitsteilung vorgenommen werden, in der Europa für viele Produkte eine Importposition einnimmt. Anschließend soll untersucht werden, wie sich die Abhängigkeit Europas in der Versorgung mit Energierohstoffen und insbesondere Öl und Ölprodukten darstellt, ob es hier spezifische Abhängigkeiten gibt und wie sich die Diversifizierung in den letzten Jahren verändert hat.

Während Ölexporteure von den damit verbundenen Erlösen profitieren, ist dies ein Kostenfaktor für die deutsche Volkswirtschaft. Gleichzeitig ist damit aber auch eine zusätzliche Nachfrage nach Gütern verbunden, die teilweise aus Deutschland befriedigt werden kann (Petro-Dollar-Recycling) und in einem dritten Teil untersucht werden soll. Abschließend soll ein Ausblick auf die Energiewende als energiepolitische Leitlinie geworfen werden. Hier ist die Frage zu beantworten, ob diese Politik mit einer Autarkieidee überhaupt zu verbinden ist oder ob nicht gerade die Energiewende auf internationaler Arbeitsteilung basieren muss.

Gutachten für Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie, Bundesverband Freier Tankstellen, Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland, Union Pétrolière Européenne Indépendante, Unabhängiger Tanklagerverband

Hubertus Bardt / Esther Chrischilles / Michael Grömling / Jürgen Matthes: Abhängigkeit gleich Verletzlichkeit? Energieimporte in Deutschland und Europa

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A study on behalf of Aussenhandelsverband für Mineralöl und Energie, Bundesverband Freier Tankstellen, Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland, Union Pétrolière Européenne Indépendante, Unabhängiger Tanklagerverband

Hubertus Bardt / Esther Chrischilles / Michael Grömling / Jürgen Matthes: Does Dependency Equal Vulnerability? Energy imports in Germany and Europe

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IWF-Kritik: Suche nach einer Geschichte
Gastbeitrag, 19. Juni 2017

Michael Hüther im Wirtschaftsdienst IWF-Kritik: Suche nach einer GeschichteArrow

Folgt man der Berichterstattung, dann muss man den Eindruck gewinnen, der Internationale Währungsfonds (IWF) habe sich in seinem Deutschland-Bericht (Artikel IV Konsultationen) vom Mai 2017 ausschließlich mit dem Leistungsbilanzüberschuss beschäftigt, um daraus die Empfehlung höherer staatlicher Kreditaufnahme abzuleiten. mehr

Deutsche Investitionen im Fokus der internationalen Politik
IW-Kurzbericht, 7. Juni 2017

Michael Grömling Deutsche Investitionen im Fokus der internationalen PolitikArrow

Die hohen deutschen Leistungsbilanzüberschüsse werden heftig kritisiert. Als Erklärung wird unter anderem eine zu schwache Investitionstätigkeit in Deutschland angeführt. Dieser Zusammenhang ignoriert jedoch die Internationalisierung der Investitions- und Produktionsstandorte sowie intertemporale Spar- und Investitionsentscheidungen. mehr

31. Mai 2017

Michael Grömling 50 Jahre magisches ViereckArrow

Das vor 50 Jahren erlassene Stabilitätsgesetz hat vier ökonomische Ziele in den Fokus gerückt, die von der Wirtschaftspolitik anzustreben sind. Doch wie gut ist es Deutschland seither wirklich gelungen, niedrige Arbeitslosigkeit, geringe Inflation, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und stetiges Wirtschaftswachstum in Einklang zu bringen? Das magische Viereck im Überblick. mehr auf iwd.de