Organisation und Umfang von Lehrerarbeitszeiten sind seit den späten 1950er Jahren Gegenstand der Forschung in der Bundesrepublik Deutschland. Zu verweisen ist in diesem Zusammenhang auf die Studien von Graf/Rutenfranz (1958) und von Frister/Häker/Hoppe (1961). Diese Studien kamen damals zum Ergebnis, dass eine Unterrichtswoche für Lehrkräfte zu einem Arbeitsvolumen von 45 bis 50 Stunden führt. Vierzig Jahre später bestätigten Mummert & Partner (1999) mit einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 47,3 Zeitstunden je Unterrichtswoche diese Befunde.

Die Arbeitszeit der Lehrkräfte wird vorrangig durch den Umfang der Unterrichtsverpflichtung – sprich Deputatsstunden – definiert. Doch damit verbunden sind noch weitere unterrichtsnahe Tätigkeiten, die sich auf das gesamte Arbeitszeitvolumen in beachtlichem Ausmaß niederschlagen. Lehrkräfte üben einen anspruchsvollen Beruf aus, der mit körperlichen und psychischen Belastungen einhergehen kann (Schaarschmidt/Fischer, 2001).

Im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte hat sich der Lehrerberuf geändert. Es sind weitere Anforderungen hinzugekommen. Der Lebenszuschnitt von Kindern und Jugendlichen hat sich verändert, bedingt beispielsweise durch medialen und informationellen Wandel sowie die Zunahme der Erwerbstätigkeit von Müttern. Als aktuelle Stichworte des an Lehrkräfte gerichteten Anforderungskatalogs lassen sich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – Chancengerechtigkeit, Teilhabe, Heterogenität, Inklusion, individuelle Förderung sowie Kompetenzorientierung und Diagnostik nennen.

Schulalltag und Unterricht sind somit für Lehrkräfte vielschichtiger geworden. Damit die Lehrinnen und Lehrer sich auf das Wesentliche ihrer Profession konzentrieren können, sind Überlegungen und Bemühungen zu unterstützen, Lehrkräfte von solchen Tätigkeiten zu entlasten, die delegierbar sind. Arbeitszeitstudien wie die von Mummert und Partner geben deutliche Hinweise, wo und wie Lehrkräfte entlastet werden können.

Stellungnahme im Landtag Nordrhein-Westfalen

Helmut E. Klein: Landesweite Einführung der Schulverwaltungsassistenz zur Verbesserung der Schulqualität

IconDownload | PDF

Arndt Kirchhoff in der Rheinischen Post
Gastbeitrag, 23. Mai 2017

Arndt Kirchhoff in der Rheinischen Post Die NRW-Wirtschaft muss Vorfahrt habenArrow

Der nordrhein-westfälische Arbeitgeberpräsident und Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Arndt Kirchhoff, fordert von CDU und FDP schnelle Koalitionsverhandlungen – und eine Vorfahrtsregel für die Wirtschaft im Land. Das schreibt er in einem Gastbeitrag für die Rheinische Post. mehr

Ungenutzte Potenziale
Gastbeitrag, 15. Mai 2017

Michael Hüther im Weser-Kurier Ungenutzte PotenzialeArrow

Das bevölkerungsreichste Land der Bundesrepublik hängt durch, die neue Landesregierung steht vor großen Herausforderungen. Dabei hat Nordrhein-Westfalen starke Potenzialfaktoren, schreibt IW-Direktor Michael Hüther in einem Gastbeitrag im Weser-Kurier. mehr

9. Mai 2017

Kommentar von Margarete Haase „Ist NRW ein Industrieland oder ein Naturschutzreservat?“Arrow

Zahlreiche umwelt- und klimapolitische Alleingänge der amtierenden Düsseldorfer Landesregierung haben die Betriebe in Nordrhein-Westfalen unverhältnismäßig belastet, schreibt Margarete Haase, Mitglied des Vorstands der Kölner Deutz AG, in ihrem Kommentar für den iwd. Die Vizepräsidentin von „unternehmer nrw“ plädiert deshalb dafür, der Wirtschaftspolitik nach der Landtagswahl wieder einen höheren Stellenwert beizumessen. mehr auf iwd.de