Der Einsatz von Kurzarbeit zur Stützung des Arbeitsmarktes ist nach einem vorläufigen Rückgang der letzten Monate im November 2020 wieder gestiegen (vgl. BA 2020, Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt | November 2020). Die Auswirkungen des „Lockdown Light“ lassen sich nur zum Teil ablesen, da der Stichtag für die Monatsdaten schon Mitte November und damit nur kurz nach dem Beginn des Lockdowns liegt. 

Seit 2010 war die Arbeitskräftenachfrage kontinuierlich gestiegen und die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen, was in vielen Berufen zu Fachkräfteengpässen geführt
hat. Die Fachkräftelücke ist im Vergleich zum letzten Jahr leicht geschrumpft.

Auf beinahe allen Qualifikationsniveaus ist im November 2020 im Vergleich zum Vormonat ein leichter Zuwachs an offenen Stellen zu beobachten. Dieser fällt für Helferinnen und Helfer ohne abgeschlossene Berufsausbildung am stärksten aus (plus 1,5 Prozent), danach folgen beruflich qualifizierte Fachkräfte (plus 0,5 Prozent) und Spezialistinnen und Spezialisten mit Fortbildungsabschluss (plus 0,3 Prozent). Einzig bei offenen Stellen für akademisch qualifizierte Expertinnen und Experten ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen (minus 0,1 Prozent). Seit dem Beginn der Corona-Krise, also von März bis November 2020, ist die Arbeitskräftenachfrage jedoch auf allen Qualifikationsniveaus zurückgegangen. Am stärksten war der Rückgang bei Helferinnen und Helfern (minus 16,1 Prozent) ausgeprägt, am wenigsten stark bei Expertinnen und Experten (minus 10,7 Prozent).