Fast zwei Jahre saßen die Vertreter von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen des Pharma-Dialogs der Bundesregierung zusammen, um gemeinsam die Weichen für den Gesundheitsstandort Deutschland zu stellen. Der aktuelle Referentenentwurf zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verfehlt dieses Ziel jedoch. Denn auch wenn der Gesetzgeber künftig auf eine Listung der rabattierten Preise für patentgeschützte Medikamente verzichten will, müssen nach jetziger Praxis die Rabatte vom Arzneimittelhersteller über den Großhandel an die Apotheken weitergereicht werden. Damit kann Vertraulichkeit über die Verhandlungsergebnisse zwischen Herstellern und Krankenkassen kaum gewahrt werden. Warum aber nicht auf Bewährtes vertrauen? Auf dem Markt für generische Medikamente existiert bereits ein Verfahren zur Direktabwicklung bilateral verhandelter Rabatte, das Vertraulichkeit wahrt und Vertrauen in den Pharmastandort stärkt.