Der gestiegene Wohlstand und die Sozialisation in den 80er und 90er Jahren der in den Jahren 1965 bis 1980 Geborenen prägen deren Werthaltungen und Wünsche. Dabei unterscheiden sich diese vielfach deutlich weniger von der Generation der „Babyboomer“ oder der Generation Y, als vermutet. Da die Generation X aber mitten im Berufsleben steht und besonders gefordert ist, Familie, Hausarbeit, Karriere und Freizeit in Einklang zu bringen, lohnt sich ein genauerer Blick auf ihre Lebenslage. Sie verfügt im Durchschnitt über ein mehr als ein Viertel höheres Einkommen als der Rest der Bevölkerung. Zugleich leidet sie unter Zeitstress und nutzt dennoch weniger die Unterstützung durch Haushaltshilfen. Die Generation X ist dabei im Durchschnitt unzufriedener mit ihrer Freizeit und der Tätigkeit im Haushalt. Haushaltshilfen könnten insofern für Entlastungen sorgen, indem sie haushaltsnahe Dienstleistungen übernehmen. Multivariate Analysen der Daten von mehr als 20.000 Personen in Deutschland zeigen, dass Haushaltshilfen nicht nur den Zeitstress reduzieren, sondern auch die Lebenszufriedenheit signifikant steigern können. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen des „Arbeitsplatz Privathaushalt“ könnte somit nicht nur indirekt die Suche nach Fachkräften in anderen Branchen erleichtern, weil insbesondere mehr Frauen entsprechend ihrer Qualifikation arbeiten. Vielmehr würde dies auch die Lebenszufriedenheit der Generation X erhöhen.