Die Gliederung des M+E-Strukturberichts orientiert sich an drei Fragestellungen:

  • Wie sind der Stand und die Entwicklung der Wettbewerbsposition der M+E-Industrie in Deutschland im nationalen und internationalen Vergleich? Wie ist diese Position zu bewerten?
  • Wie positioniert sich die M+E-Industrie in Deutschland gegenüber den wichtigen Erfolgsfaktoren im internationalen Strukturwandel?
  • Wie ist die Standortqualität und deren Entwicklung in Deutschland aus der Perspektive der M+EIndustrie im Vergleich zu den wichtigsten Wettbewerbsländern zu bewerten?

Für die Analysen und Darstellungen gelten – soweit nicht anders genannt –folgende Abgrenzungen:

  • Die „M+E-Industrie“ wird nach der Definition von Gesamtmetall1 abgegrenzt. Wo dies aufgrund der Datenverfügbarkeit nicht möglich ist, wird die „M+E-Wirtschaft“ betrachtet, die auch kleine Betriebe (mit weniger als 20 Beschäftigten) und die Stahlerzeugung einschließt.
  • Die Jahre 2000 bis 2019 (oder das jeweils letzte statistisch verfügbare Jahr) bilden den Untersuchungszeitraum.
  • In den internationalen Vergleichen werden die 44 wichtigsten M+E-Länder weltweit (im Bericht bezeichnet als G44) betrachtet. Diese werden entlang zweier Dimensionen nach europäischen und außereuropäischen sowie nach traditionellen und neuen Wettbewerbern unterteilt.

Die Bedeutung der M+E-Industrie für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist weiterhin hoch und wachsend. In der Industrierezession des Jahres 2019 fallen die Ergebnisse für die M+E-Industrie als Ganzes besser aus als für das sonstige Verarbeitende Gewerbe. Die M+E-Industrie steigerte dadurch ihren Anteil an den Umsätzen des Verarbeitenden Gewerbes auf 61,5 Prozent und ihren Anteil an der Industriebeschäftigung auf 63,5 Prozent. Gerade die Auslandsumsätze stabilisierten das Gesamtergebnis für die M+E-Industrie. Dadurch stieg ihr Anteil an den Auslandsumsätzen des Verarbeitenden Gewerbes weiter auf 71,4 Prozent. Weil die Gesamtwirtschaft sich aber besser entwickelte als die Industrie, verlor auch die M+E-Industrie an Boden gegenüber anderen Branchen.