Die Stärke der Industrie in Bayern zeigt sich in der hohen Industriedichte. Mehr als ein Viertel der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung entsteht in der Industrie. Dies ist die vierthöchste Industriedichte im Ländervergleich.

Der Freistaat erzielt in fünf von sechs Teilrankings – Staat, Infrastruktur, Wissen, Ressourcen und Markt – eine Platzierung unter den zehn besten Ländern. Lediglich im Bereich Kosten liegt Bayern wie viele Industrieländer wegen der relativ hohen Arbeits- und Energiekosten und Steuern im unteren Bereich des Rankings. Besonders gute Ergebnisse erreicht Bayern im internationalen Vergleich in drei Bereichen:

1. Wertschöpfungsketten: Bayern punktet hier mit seinem Industrie-Dienstleistungsverbund, den Unternehmensclustern und den breiten Wertschöpfungsketten.

2. Infrastruktur: Die hohe Lebenserwartung ist ein Zeichen für eine hervorragende allgemeine Infrastruktur. Die leistungsfähigen Logistiksysteme und eine überdurchschnittliche IT-Infrastruktur ergänzen das Bild.

3. Ordnungsrahmen: Eine effiziente Regierung und die wirtschaftliche Freiheit bilden die Grundlage für eine sehr gute Bewertung des Ordnungsrahmens. Korruptionskontrolle, effektive Kartellpolitik und intensiver lokaler Wettbewerb tragen positiv zum Ergebnis bei.

Das Basisjahr für die Beurteilung der industriellen Standortqualität in diesem Bericht ist das Jahr 2018. Die Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf die Standortbedingungen lassen sich daher in diesem Ranking noch nicht abbilden. Eine gute Performance bei einzelnen Indikatoren könnte dagegen die Resilienz der Volkswirtschaften gegen die Krise erhöhen.