Die Nachfrage nach MINT-Fachkräften ist in den letzten Jahren stark gestiegen: Die Zahl der offenen Stellen in allen hochqualifizierten MINT-Berufen hat auf rund 280.000 im April 2012 zugenommen. Seit dem Jahr 2005 hat sich damit die Zahl der offenen Stellen fast verdreifacht. Zu diesen Ergebnissen kommt der jüngste MINT-Report, den das IW Köln als Gutachten für BDA, BDI und Gesamtmetall erstellt hat.

Die größte Zunahme der Nachfrage weisen die Datenverarbeitungsfachleute auf. Auch die Nachfrage nach Technikern und Ingenieuren hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Mit der Zunahme der Zahl der offenen Stellen ist die Zahl der Arbeitslosen in den hochqualifizierten MINT-Berufen auf rund 72.000 gesunken – ein Rückgang um zwei Drittel seit dem Jahr 2005. Besonders stark hat sich die Arbeitslosigkeit in den Ingenieurberufen reduziert.

Summiert man die fehlenden Fachkräfte in den einzelnen Regionen und MINT-Bereichen auf, so beträgt die MINT-Fachkräftelücke im April 2012 rund 209.700. Dies ist der Höchstwert seit dem Jahr 2000, dem Beginn der Berechnungen zur MINT-Fachkräftelücke durch das IW Köln.

Gutachten

Christina Anger / Wido Geis / Axel Plünnecke: MINT-Frühjahrsreport 2012
IconDownload | PDF

Statement

Michael Hüther: Weiter Handlungsbedarf trotz erster Erfolge
IconDownload | PDF

Ansprechpartner

IW-Nachricht, 18. Juli 2017

Oliver Koppel MINT: Fachkräfte verzweifelt gesuchtArrow

Egal ob Digitalisierung, Industrie 4.0 oder Elektromobilität – für die Umsetzung dieser neuen Trends benötigen Unternehmen in Deutschland technisch-naturwissenschaftliches Know-How. Das zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: Noch nie waren in den sogenannten MINT-Berufen so viele offene Stellen zu besetzen. mehr

Es gibt keine Krise bei Facharbeitern
IW-Nachricht, 14. Juni 2017

Holger Schäfer Arbeitsmarkt: Es gibt keine Krise bei FacharbeiternArrow

Einer neuen OECD-Studie zufolge ist der Anteil von Arbeitsplätzen mit mittlerer Qualifikation auch in Deutschland stark gesunken. Grund ist die Digitalisierung – dafür steigt die Beschäftigung der Hoch- und Niedrigqualifizierten. Allerdings gibt es für diese These zumindest hierzulande keine Belege. mehr