Das deutsche Geschäftsmodell basiert auf einer innovativen und exportstarken Industrie. Die ökonomische Theorie und empirische Analysen machen deutlich, dass das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft von der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften insbesondere in den für die Innovationskraft wichtigen MINT-Bereichen abhängt. Eigene Analysen europäischer Volkswirtschaften unterstreichen, dass in den Ländern mit einem hohen Anteil an MINT-Erwerbstätigen an allen Erwerbstätigen tendenziell auch die gesamtwirtschaftlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Relation zum BIP hoch sind, relativ viele Patente angemeldet werden und ein hoher Anteil an Unternehmen Produkt- oder Prozessinnovationen durchführen. Eine Sonderauswertung des European Labour Surveys macht deutlich, dass in Deutschland 30,6 Prozent der Erwerbstätigen eine MINT-Qualifikation haben. Nur in der Tschechischen Republik und in Polen, deren Unternehmen häufig im Produktionsverbund mit westeuropäischen Industrieunternehmen stehen, ist der MINT-Anteil noch höher. Forschungsschwächere Regionen Südeuropas haben beim MINT-Anteil an den Beschäftigten Nachholbedarf.

Gutachten für BDA, BDI, MINT Zukunft schaffen und Gesamtmetall

Christina Anger / Oliver Koppel / Axel Plünnecke: MINT-Frühjahrsreport 2014 – MINT – Gesamtwirtschaftliche Bedeutung und regionale Unterschiede

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27. April 2017

Girls' Day „Lass es mich tun und ich werde es verstehen“Arrow

Heute ist Girls‘ Day. Inzwischen öffnen Unternehmen und Hochschulen schon zum 17. Mal ihre Pforten für den „Mädchen-Zukunftstag“. Ziel ist es, junge Frauen an technische und naturwissenschaftliche Berufe heranzuführen. Oliver Koppel, Bildungsökonom im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, hält den Girls‘ Day jedoch lediglich für einen ersten Schritt – erfolgversprechender seien zum Beispiel längerfristig angelegte Schülerkollegs. mehr auf iwd.de

IW-Pressemitteilung, 20. April 2017

Fachkräfteengpass Mangel ist die RegelArrow

Unternehmen finden hierzulande immer schwerer Fachkräfte: Deutschlandweit können Firmen bereits etwa jede zweite Stelle nur schwer besetzen. Dabei gibt es aber große regionale Unterschiede, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Unternehmen, Jugendliche und Arbeitslose müssen flexibler werden. mehr

Gutachten, 20. April 2017

Alexander Burstedde / Paula Risius Fachkräfteengpässe in UnternehmenArrow

Die vorliegende Studie gibt eine Übersicht über die regionale Verteilung von Fachkräfteengpässen in Deutschland. Sie analysiert die Fachkräftesituation in 1.296 Berufen und berücksichtigt dabei die Besonderheiten in 156 Regionen. Ein Kernergebnis ist, dass inzwischen die Hälfte aller Stellen in Engpassberufen ausgeschrieben wird. mehr