Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die theoretischen Potenziale der Nutzung von Onlineplattformen gelegt. Digitale Märkte werden von Onlineplattformen dominiert, die unter anderem die Such- und Informationskosten sowie die Vertragskosten für Unternehmen und Verbraucher senken können. Das kann auch in der Immobilienfinanzierung eine Rolle spielen– beispielsweise in den Bereichen Crowdlending und Crowdinvesting.

Für die Befragung wurde der Rahmen der Digitalisierung von den Onlineplattformen auf FinTechs generell erweitert. Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung werden für die einzelnen Prozessschritte der Immobilienfinanzierung erläutert. Insgesamt wird die Immobilienfinanzierung in vielen Facetten von digitalen Technologien und Geschäftsmodellen beeinflusst. Vor allem, so die Befragungsergebnisse, werden die Prozesse schneller und die Angebote transparenter, da weniger Dokumente benötigt werden und die Angebote über Plattformen immer besser verglichen werden können.

Anders als in anderen Märkten werden sich aber die Anbieterstrukturen weniger stark ändern. Gerade in der privaten Immobilienfinanzierung ist es für Start-ups schwierig, Fuß zu fassen, da die aufgebaute Reputation, Größeneffekte und Regulierungen die Marktposition der Banken stärken. In der Kooperation mit FinTechs steckt aber viel Potenzial für die Banken, um die Prozesse effizienter und innovativer zu gestalten. Diese Kooperation ist vor allem auch für die Verbraucher mit Vorteilen verbunden.