Die Ausgaben des Staates werden unter anderem über die Einkommensteuer und die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung finanziert. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hat das IW Köln und auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003untersucht, wie sich die Einkommensteuer- und Beitragsbelastungen auf unterschiedliche Haushaltstypen verteilen. Dabei werden zum Beispiel Haushalte mit einem Beamten, Selbständigen oder Arbeitnehmer als Haupteinkommensbezieher betrachtet, Haushalte mit einem oder mehreren Erwerbstätigen sowie Single-Haushalte und Mehr-Personen-Haushalte mit oder ohne Kinder. Außerdem wurde der Datensatz bis zum Jahr 2008 fortgeschrieben, um die Verteilung der Sozialversicherungsbeiträge nach der aktuellen Rechtslage simulieren zu können.

Während die prozentuale Abgabenbelastung der Haushalte mit steigendem Markteinkommen kaum steigt, nimmt der Beitrag zum Gesamtaufkommen überproportional zu, je mehr Einkommen in einem Haushalt erzielt wird. Erwartungsgemäß schneiden Beamten- und Selbständigenhaushalte in der Gesamtbelastung relativ günstig ab, weil zumindest der Haupteinkommensbezieher in der Regel nicht Mitglied der gesetzlichen Sozialversicherung ist. Bei der Belastung mit Einkommensteuer zeigt sich dagegen kaum ein signifikanter Unterschied. Dabei sind die oberen Einkommensklassen relativ gleichmäßig und zum überwiegenden Teil mit Arbeitnehmer-Haushalten besetzt, Selbständigen-Haushalte treten dagegen relativ häufig in den mittleren Einkommensgruppen und im obersten Zehntel auf.

Gutachten

Wer trägt den Staat?
Die aktuelle Verteilung von Steuer- und Beitragslasten auf die Bevölkerung in Deutschland
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Erbschaftsteuer: Flat-Tax-Modell schlecht für kleine Unternehmen
IW-Kurzbericht, 21. April 2017

Martin Beznoska / Tobias Hentze Erbschaftsteuer: Flat-Tax-Modell schlecht für kleine UnternehmenArrow

Ein Flat-Tax-Modell mit einer breiten Bemessungsgrundlage und einem einheitlichen Steuersatz würde die Erbschaftssteuer vereinfachen. Im Vergleich zum jetzigen Recht müssten dann Erben von kleinen und mittleren Unternehmen höhere Steuern zahlen, während große Erb- und Schenkungsfälle in der Regel bessergestellt würden. mehr

"Der Spitzensteuersatz sollte später beginnen"
Interview, 19. April 2017

Michael Hüther im Deutschlandfunk „Der Spitzensteuersatz sollte später beginnen”Arrow

Der Wirtschaftsforscher Michael Hüther hat sich für späteren Einsatz des Spitzensteuersatzes ausgesprochen. Jeder elfte deutsche Steuerzahler müsse den Spitzensteuersatz zahlen, darunter seien selbst Facharbeiter, sagte Hüther im Deutschlandfunk. Er fragt: "Ist das wirklich das, was als Spitzensteuersatz gedacht ist?" mehr

Steuerbelastung
IW-Pressemitteilung, 18. April 2017

Steuerbelastung Der Staat langt zuArrow

Jene 30 Prozent, die in Deutschland am meisten verdienen, zahlen rund zwei Drittel der Summe aus Einkommensteuer und Mehrwertsteuer, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die untere Einkommenshälfte trägt weniger als ein Fünftel zum Steueraufkommen bei. Insgesamt ist die Belastung durch Steuern und Sozialabgaben hoch – auch bei durchschnittlichem Einkommen. mehr